Schloss Nienover
- Landkreis
- Northeim
- Samtgemeinde
- Bodenfelde, Flecken
- Gemeinde
- Nienover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Nienover
- Objekttyp
- Schlossanlage
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 5afdfe14-536d-4fa5-bcf5-d8471f38d212
- System-ID
- #61403647
- ADABweb-ID
- 33538087
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Dreiflügelige Anlage eines barocken Jagdschlosses mit mittelalterlichem Kern, freistehender, umgenutzter Kapelle im Schlosshof und Parkanlage des frühen 19. Jahrhunderts. Schlossgebäude und Umgebung sind auch ein Objekt der archäologischen Denkmalpflege.
- Denkmalbegründung
- Das Jagdschloss Nienover, gelegen auf einem flach auslaufenden Bergsporn über dem Zusammenfluss des nördlichen und des südlichen Reiherbachs, geht auf eine Burg des 12. Jahrhunderts zurück. Die Höhenburg Nienover wird erstmals im Allodienverzeichnis des Grafen Siegfried IV. von Northeim (gest. 1144) aufgeführt. Nach dem Tod des letzten Northeimers gelangte sie in den Besitz der Grafen von Dassel, die um 1180 ihren Hauptsitz hierher verlegten und im nordwestlichen Vorfeld eine Stadt gründeten, die im späten 13. Jahrhundert zerstört wurde und wüstfiel. Nach dem Übergang an die Welfen 1303 diente die Burg vor allem als Amtssitz, im 16. Jahrhundert als Jagdschloss und kurzzeitig als Witwensitz, im Dreißigjährigen Krieg wurde sie durch Brand zerstört. Ein Teil der gewaltigen Substruktionen, die dem Bau mit Blick von Süden und Osten ein erhabenes Erscheinungsbild verleihen, entstand erst beim Wiederaufbau, den der herzogliche Baumeister Albrecht Anton Meldau zwischen 1640 und 1656 in mehreren Abschnitten vollzog. Ursprünglich mag eine Vierflügelanlage geplant gewesen sein. Das einheitliche Fachwerkobergeschoss kennzeichnet den Bau als Jagdschloss. Die umgebende Parkanlage, die an den vorhandenen Laubwald anschließt, wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts geschaffen. An der Erhaltung der Schlossanlage besteht ein öffentliches Interesse wegen ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Landesgeschichte und aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für Bau- und Kunstgeschichte und für Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, wegen der künstlerischen Bedeutung als Erlebniswert für regional nicht alltägliche Gestaltwerte und wegen der städtebaulichen Bedeutung als Anlage von prägendem Einfluss auf das Landschaftsbild des Solling.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

