Regierungsgebäude
- Landkreis
- Stadt Osnabrück (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Osnabrück, Stadt
- Gemeinde
- Osnabrück
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Weststadt
- Adresse
- Heger-Tor-Wall 18
- Objekttyp
- Regierungsgebäude
- Baujahr
- 1893 - 1896
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 58d04e23-f8c4-413a-afed-2f46e71fbfc8
- System-ID
- #61708474
- ADABweb-ID
- 43807069
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Südlich des Heger Tors an einer der breitesten Partien der Wallstraße entstand 1893-1896 das Gebäude der Königlichen Regierung, das die bis dahin auf verschiedene Häuser verteilten Dienststellen in einem großen staatlichen Repräsentationsbau vereinigte. Der von Oberbaurat Zastrau im Ministerium der Öffentlichen Arbeiten in Berlin erstellte Entwurf einer langgestreckten Dreiflügelanlage, die mit ihrer Hauptfront die gesamte Breite des Baublocks am Wall zwischen Katharinenstraße und damals neu angelegter Rolandstraße (Alte Synagogenstraße) einnimmt, wurde unter Baurat Reissner durch den Regierungsbaumeister Baltzer ausgeführt. Die Gesamtanlage des Gebäudes, dessen oberstes Halbgeschoss nachträglich hinzugefügt wurde, orientiert sich am fürstlichen Schlossbau und ist in den Einzelformen mit den Elementen der Renaissance und des Barock gestaltet. Seine symmetrische Hauptfassade wird beherrscht von dem großen, um ein Geschoß erhöhten Mittelbau, dessen hoher, reich geschwungener Giebel von Ecktürmen mit hoch aufragenden Turmhauben flankiert wird und durch dessen großes Rundbogenportal der Zugang zum monumentalen Haupttreppenhaus führt. Die ganz in Sandstein ausgeführten Straßenfassaden beschränken ihren Schmuck auf wenige Details. Größeren gestalterischen Aufwand erfahren nur Mittelbau und Eckrisalite, die über den mehrteiligen Obergeschossfenstern zusätzlich geschmückt sind mit Lünetten, in denen sich, von reichem Laubwerk umfasst, die Wappen der Städte des Regierungsbezirks befinden, während das hohe Giebelfeld des Mittelbaus vom preußischen Wappen bekrönt wird. Zur Innenausstattung gehört ein repräsentatives Treppenhaus mit Kreuzgratgewölben und vierteiligem Maßwerkfenster, ab 1991 wurden originale Wandbemalungen freigelegt.
- Denkmalbegründung
- Das ehemalige Regierungsgebäude am Heger-Tor-Wall ist beispielhaft für die wilhelminisch historistische Gestaltung öffentlicher Bauten. An seiner Erhaltung besteht aufgrund des geschichtlichen Zeugnis- und Schauwertes sowie der städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

