Gasthaus Zum alten Posthorn
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Hagen am Teutoburger Wald
- Gemeinde
- Hagen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Hagen
- Adresse
- Dorfstraße 8
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- 1723
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 57e6264e-9bbe-40db-bb56-e63c3dc1f90a
- System-ID
- #61533486
- ADABweb-ID
- 35473000
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Giebelständiges Wohn-/Wirtschaftsgebäude, Vierständerbau mit zweigeschossigem Anbau westlich, Fachwerk mit verputzten Gefachen, Satteldach, errichtet 1723 (i). Der repräsentative Straßengiebel mit mittigem Dielentor, dreimal über profilierten Knaggen teils mit Figurenschmuck vorkragend. Nachträglich das Innere umgebaut und als Gasthaus genutzt.
- Denkmalbegründung
- Die namensgebende Bauerschaft Hagen bildet den mittleren Teil der Gemeinde und erstreckt sich in Nord-Süd-Ausdehnung. Den südlichen Bereich nimmt die von Acker-und Weideland geprägte Bauerschaft Beckerode ein, mit der das ehemalige Kirchdorf Hagen bereits Mitte des 19. Jahrhunderts zusammengeschlossen wurde. Verkehrstechnisch wird die Gemarkung von drei Straßen erschlossen, die einen Knotenpunkt im nördlichen Bereich bilden. Unweit dieses Knotenpunktes befindet sich im Nordosten der Siedlungsschwerpunkt. Dieser historische Siedlungskern im Bereich des alten kirchlichen Mittelpunktes wurde nach dem Zweiten Weltkrieg baulich stark ausgeweitet. Einzelne herausragende Objekte, darunter die gotische Kirche selbst, machen den Ursprung der Besiedlung auch baulich greifbar. Dazu gehört auch das unmittelbar östlich der Kirche gelegene Wohn-/Wirtschaftsgebäude in der Dorfstraße 8. Es wurde 1723 - unmittelbar nach dem ersten Stadtbrand, welches nahezu den gesamten Baubestand zerstörte - errichtet und zählt damit zur ältesten, profanen Substanz in der Gemarkung. In der Ausprägung der Bauaufgabe und -form beispielhaft, besteht daher an der Erhaltung des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Stadtbau- und Wirtschaftsgeschichte, aufgrund seiner wissenschaftlichen Bedeutung als seltenes Dokument aus dem frühen 18. Jahrhundert, mit eindrucksvoller, dekorativer Fachwerkfassade, und aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung wegen seines prägenden Einflusses auf das Straßenbild, ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

