Spital Großes Heiliges Kreuz
Ansicht von Südosten (2022)
Kemenate am Hohen Weg, Ansicht Ostfassade (2022)
Ansicht von Nordosten (2022)
Hospital Großes Heiliges Kreuz, Grundriss Erdgeschoss (1901)
Der "Küchenflügel" im Innenhof, Ansicht von Westen (2009)
Zugang zur Johannes-Kapelle in der ehemaligen Kemenate (2009)
Gebäudeflügel an der Abzucht, Ansicht von Nordosten (2009)
Ansicht von Südosten (2009)
- Landkreis
- Goslar
- Samtgemeinde
- Goslar, Stadt
- Gemeinde
- Goslar
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Altstadt
- Adresse
- Hoher Weg 7
- Objekttyp
- Hospital
- Baujahr
- um 1230 - 1254
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 571cb2d6-287e-4926-9759-c2b8b2c8a574
- System-ID
- #61620767
- ADABweb-ID
- 36595453
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Hospital Großes Heiliges Kreuz, gegründet 1254 als Pilgerherberge und Bürgerspital, im frühen 16. Jahrhundert hofseitig ergänzt um einen Küchentrakt; die Gebäudeteile umfassen einen Innenhof mit Kopfsteinpflaster. Zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach in Schieferdeckung. Ursprungsbau am Hohen Weg um 1230 als Kemenate errichtet und ab 1254 als Kapelle des Spitals umgebaut, ergänzt ab 1254 durch einen giebelständig zum Hohen Weg stehenden Neubau entlang der Abzucht, Küchentrakt als Fachwerkbau in Ständerweise. Außenfassaden mit zahlreichen gotischen Baudetails, rundbogige Tordurchfahrt im Bauteil der Kemenate, spitzbogige Toröffnung mit mehrfach gestuftem Portal im Giebel zum Hohen Weg, mehrere gekuppelte Kleeblattbogenfenster. Kapelle für den Heiligen Johannes den Täufer mit bemalten Decken, Unterzügen, Stielen, Kopfbändern und geputzten Feldern, 1657 Einbau einer bemalten Holzwand im Durchgang zur Kapelle. Pfründnerstuben in der Halle 1669 eingebaut.
- Denkmalbegründung
- Das Hospital Großes Heiliges Kreuz wurde 1254 vom kaiserlichen Vogt Diedrich von Sulinge als städtisches Hospiz sowohl für Pilger als auch bedürftige Bürger gegründet. Dafür konnte ein Bauplatz der Ritterkurie nahe des Doms genutzt werden, wo eine bestehende Kemenate am Hohen Weg durch einen neuen Gebäudeflügel entlang der Abzucht ergänzt wurde. Das im frühen 16. Jahrhundert noch durch einen neuen Küchentrakt erweiterte Gebäudeensemble umfasst südseitig einen geschützten Innenhof. An einer zentralen innerstädtischen Stelle zwischen dem Domplatz und der Marktkirche gelegen, zeigt der prominente Standort die hohe Bedeutung eines solchen Hospizes in der spätmittelalterlichen Stadt an. Der wuchtige Steinbau zeichnet sich durch zahlreiche gotische Details wie das Spitzbogenportal in der Giebelfront zum Hohen Weg oder gekuppelte Kleeblattbogenfenster aus. Das Innere umfasst eine große Halle, von der seitlich kleine Kammern, die sogenannten "Pfündnerstübchen", abgehen. Etwas abseits der Halle gelegen, schließt sich in einem noch aus dem frühen 13. Jahrhundert stammenden Bauteil - einer ehemaligen Kemenate - die dort eingerichtete Kapelle für Johannes dem Täufer an, die unter anderem mit einer bemalten Holzdecke ausgestattet ist. Die Erhaltung des Hospitals Großes Heiliges Kreuz mitsamt der angrenzenden Hoffläche liegt aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Ortsgeschichte von Goslar, als Dokument für die Sozialgeschichte des Mittelalters und als charakteristischer Bautypus eines Bürgerspitals, wegen seines bau- und kunstgeschichtlichen Zeugniswerts, sowie aufgrund seiner künstlerischen Bedeutung durch die kunsthandwerklich anspruchsvolle Innenausstattung und seiner städtebaulichen Bedeutung der prominenten stadträumlichen Lage, im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61601981 | Altstadt (Baukomplex)
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61618278 | Hof (Architektur) | Hoher Weg 7
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Ansicht von Südosten (2022)
Kemenate am Hohen Weg, Ansicht Ostfassade (2022)
Ansicht von Nordosten (2022)
Hospital Großes Heiliges Kreuz, Grundriss Erdgeschoss (1901)
Der "Küchenflügel" im Innenhof, Ansicht von Westen (2009)
Zugang zur Johannes-Kapelle in der ehemaligen Kemenate (2009)
Gebäudeflügel an der Abzucht, Ansicht von Nordosten (2009)
Ansicht von Südosten (2009)

