Konventgebäude
- Landkreis
- Hildesheim
- Samtgemeinde
- Hildesheim, Stadt
- Gemeinde
- Marienrode
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Marienrode
- Objekttyp
- Konventgebäude
- Baujahr
- um 1710 - um 1730
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 564db116-6009-4012-9b19-05ad84ff43ea
- System-ID
- #61658851
- ADABweb-ID
- 37522038
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Ehemaliges Konventgebäude des Zisterzienserklosters Marienrode, errichtet in den 1710er- bis 1730er-Jahren (in Abweichung zur Zisterziensertradition anstatt südlich hier) nördlich der mittelalterlichen Klosterkirche als geschlossene Dreiflügelanlage mit dreiseitigem Kreuzgang sowie Annexen anstelle von Vorgängerbauten. Nach der Aufhebung des Klosters 1806 und Einrichtung einer Domäne erfolgte die Umnutzung mit Umbauten zu Wohnungen für die neuen Besitzer und Pächter mit zuletzt im 20. Jahrhundert bis zu 14 Mietwohnungen. 1986-1988 wiederherstellende Umbauten und Modernisierungen für den neu einziehenden Benediktinerinnen-Konvent. - Zweigeschossige Massivbauten mit Putzfassaden mit Kantenlisenen sowie auf hohem Sandsteinsockel und unter Walmdächern. Nach Westen zum Gutshof Hauptfassade mit zwei repräsentativen Portalrahmungen, links zur ehemaligen Prälatenwohnung (Chronogramm 1717), rechts zum Konvent (Chronogramm 1729). Fenster mit Sandsteinrahmungen, an den Außenfassaden rechteckig, zum abgeschlossenen Innenhof im Kreuzgangbereich als besondere Auszeichnung rundbogig. Freitreppe vor der gartenseitigen Ostfassade modern. Im Innern sind die barocken Grundrissstrukturen erhalten bzw. in den 1980er-Jahren wiederhergestellt worden. Prächtige Barockbalustertreppe im Eingangsflur des ehem. Prälatentrakts; Pilasterstellungen im gewölbten Erdgeschosskreuzgang rekonstruiert; gewölbter Kapitelsaal modern ausgestattet; Keller teilweise gewölbt; sämtliche Dachwerke der Barockzeit erhalten.
- Denkmalbegründung
- Die Erhaltung des Konventgebäudes des Klosters Marienrode liegt wegen seiner geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung im öffentlichen Interesse. Die geschichtliche Bedeutung der Kirche besteht im Rahmen der Ortsgeschichte durch den Zeugnis- und Schauwert für die Kultur- und Geistesgeschichte der religiösen Klostergeschichte in Marienrode sowie der barocken Baugeschichte, auch durch die beispielhafte Ausprägung des Baustils und Bautypus. Die künstlerische Bedeutung liegt in den überregional nicht alltäglichen künstlerischen und handwerklichen Gestaltwerten des Gebäudes sowie der historischen wandfesten Ausstattung (Portale, Kreuzganggewölbe usw.). Die städtebauliche Bedeutung ist begründet durch den prägenden Einfluss des Konventgebäudes auf das Orts- und Landschaftsbild sowie als zentrales Element im räumlichen Gefüge des Kloster- und Gutshofensembles.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61655308 | Klosteranlage
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

