Gefallenendenkmal
- Landkreis
- Leer
- Samtgemeinde
- Uplengen
- Gemeinde
- Bühren
- Adresse
- Bührener Straße
- Objekttyp
- Gefallenendenkmal
- Baujahr
- 1920er Jahre
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 5617b4e2-b1a6-41e3-b233-deadeb5ef703
- System-ID
- #61769178
- ADABweb-ID
- 54018045
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Das Gefallenendenkmal befindet sich im alten Ortskern von Bühren auf einer kleinen zentralen, annähend dreieckigen Platzsituation, die von der Bührener Straße und dem Denkmalsweg umschlossen wird. Denkmal in Obeliskform innerhalb einer eingefriedeten trapezförmigen Grünanlage in der Einmündung des Denkmalweges in die Bührener Straße. Ein größerer rechteckiger Feldsteinsockel als Basis. Darüber das Postament aus Naturstein mit zweifach abgestufter Basis und profilierter Deckplatte. Auf drei Seiten des Schafts vorgelagerte Tafeln aus Granit, auf denen die Vermissten und Gefallenen der Weltkriege aufgelistet sind. Vordere Tafel ist den Gefallenen des ersten Weltkrieges gewidmet, die linke und rechte denen des zweiten Weltkrieges. Darüber der Obelisk mit Inschrift „Zum treuen Gedenken unserer im Weltkriege 1914-18 Gebliebenen. Gemeinde Bühren.“ Über der Inschrift Relief in Form eines Lorbeerkranzes. Der Obelisk ist bekrönt von einem Eisernen Kreuz. Die trapezförmige Anlage ist mit einem Eisenzaun auf Backsteinsockel und weiß lackierten Eisernen Kreuzen über den Pfosten eingefasst. Den Obelisken umgeben verschiedene Sträucher. Die Zuwegung zur Anlage und darin zum Obelisken ist mit Klinkern gepflastert. Errichtet Anfang der 1920er Jahre.
- Denkmalbegründung
- Das Dorf Bühren liegt etwas abseits des alten Postweges von Leer nach Oldenburg, an einem Ausläufer des Ostfriesisch-Oldenburgischen Geestrückens. Bühren geht auf eine mittelalterliche Gründung zurück, als kleine Ansiedlung in unmittelbarer Nähe des alten Kirchdorfes Remels. Urkundlich wurde die Ansiedlung als Buiren erstmalig 1598 erwähnt. Seit dem 18. Jahrhundert trägt das Dorf seinen heutigen Namen. Von Beginn an gehörte Bühren zum Lengener Land, das stets in die Ämter Stickhausen und Remels eingegliedert war und seit 1885 Teil des Landkreises Leer ist. Mehrere französische Kriegsgefangene, zwangsdeportierte Polinnen und junge Männer aus der Ukraine wurden zur Zeit des Zweiten Weltkrieges auf den Höfen Bührens zur Arbeit untergebracht. Dadurch stieg die Einwohnerzahl in Bühren zwischen 1939 und 1946 um etwa 32 Prozent an, dieser Stand fiel jedoch bis 1961 wieder unter den Stand von 1939. Während eines Einmarsches polnischer Truppen 1945 gerieten einige Gebäude im Dorf in Brand. Insgesamt sechzehn junge Männer und Familienväter aus Bühren verloren im Zweiten Weltkrieg ihr Leben. Die Gebietsreform 1973 bedeutete das Ende der Selbstständigkeit Bührens, mit 17 weiteren zuvor selbstständigen Gemeinden wurde das Dorf Teil der Samtgemeinde Uplengen. Das Kriegerdenkmal befindet sich im alten Ortskern Bührens frei auf einem kleinen begrünten Platz an der Einmündung des Denkmalweges in die Bührener Straße. Es wurde von der Gemeinde Bühren für die aus dem Ort stammenden Gefallenen und Vermissten des ersten Weltkrieges errichtet und nach 1945 durch die Namen der Gefallenen des zweiten Weltkrieges ergänzt. Das Kriegerdenkmal ist ein typischer Vertreter der nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg vielfach aufgestellten, dem Totengedenken gewidmeten Ehrenmale. Durch seine Lage prägt es das Bild der Bührener Straße. An seiner Erhaltung besteht zudem aufgrund der geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte im öffentlichen Interesse
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

