ehem. Rittergut Remlingen
- Landkreis
- Wolfenbüttel
- Samtgemeinde
- Elm-Asse
- Gemeinde
- Remlingen-Semmenstedt
- Gemarkung
- Remlingen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Remlingen
- Objekttyp
- Gutshof
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 5097853c-6f3d-42f1-bcf0-99ea32e71119
- System-ID
- #61430050
- ADABweb-ID
- 33967737
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Ortsgeschichtlich bedeutende Anlage des ehemaligen Ritterguts mit Scheune, Einfriedungsmauer und Toreinfahrt.
- Denkmalbegründung
- Die Mauer mit ihrer Toranlage und eine Scheune sind die baulichen Zeugen einer Gutsanlage, die der Stallmeister und Berghauptmann von Herzog Heinrich Julius, Georg Engelhard von Löhneisen, 1589 erworben und nach dem Vorbild der Schlösser seines Herrn im Stil der italienischen Renaissance hatte umbauen lassen. Hier richtete er 1596 die Druckerei ein, die ihn als Verleger und Schriftsteller berühmt machte. Das Gut war von 1599 bis nach dem Ersten Weltkrieg in der Rittermatrikel. Die Druckerei Löhneisens wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört, das Gut geplündert. Dies überliefert die Topographia Braunschweig Lüneburg Merians, dem das Gut eine bildliche Darstellung und die „Ringmawr“ eine Erwähnung wert war. Die Umfassungsmauer ist nicht mehr vollständig erhalten, doch dass sich die Gutsanlage einst bis zur Leipziger Straße ausdehnte, zeigt noch der Name der Straße Im Gutsgarten an, die durch eine junge Wohnsiedlung führt. An der Erhaltung der baulichen Reste der Gutsanlage besteht wegen ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte und der Personengeschichte, aufgrund ihres Zeugnis- und Schauwertes für Bau- und Kunstgeschichte sowie für die Siedlungsgeschichte von Remlingen und wegen ihrer städtebaulichen Bedeutung aufgrund ihres prägenden Einflusses auf das Ortsbild ein öffentliches Interesse.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

