Wohnhaus
- Landkreis
- Aurich
- Gemeinde
- Norden, Stadt
- Gemarkung
- Süderneuland 1
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Süderneuland 1
- Adresse
- Bahnhofstraße 27
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 1891
- bis
- 1910
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- geschichtlich, städtebaulich
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 50203300
- Objekt-Nr.
- 473
- Fachbereich
- Bau und Kunst
- Beschreibung
- Zweigeschossiger, fünfachsiger, verputzter Massivbau unter nachträglich errichtetem Mansardzeltdach. Bauzeitlich Flachdach mit hoher, stuckverzierter Attikazone. Erdgeschosszone mit zentralem Eingang durch Rustizierung plastisch durchbildet. Fenster der Beletage im Obergeschoss durch Geschoss- und Fenstergesims, verkröpftes Kranzgesims und Eckpilaster gerahmt und durch Bänder miteinander verbunden. Vorgarten. Erbaut wohl am Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts.
- Denkmalbegründung
- Das Wohnhaus Bahnhofstraße 27 hat als Teil der Gruppe "Villengruppe Bahnhofstraße" eine geschichtliche und städtebauliche Bedeutung. Die geschlossen aus dem späten 19. Jahrhundert und der Zeit um 1900 stammende Bebauung der Bahnhofstraße im Abschnitt der Häuser Nr. 23-29 ist von einem anschaulichen Zeugnis- und Schauwert für die Bau- und Kunstgeschichte. Anders als die meisten übrigen Häuser der Zeile weist das Haus Nr. 27 eine durchgängig zweigeschossige, symmetrische Gestaltung mit Ausbildung einer Schaufassade auf, die an Vorbildern aus dem Palastbau orientiert ist, und die mit der bauzeitlich vorhandenen Attikazone ursprünglich noch einmal repräsentativer gestaltet war als sie heute erhalten ist. Entsprechend greift die straßenseitige Fassadendekoration dieses Hauses mit ihrem Stuckdekor Motive aus dem Barock auf, insbesondere im Obergeschoss, der Beletage, in der die repräsentativsten Wohnräume untergebracht sind. Die Bahnhofstraße dokumentiert darüber hinaus exemplarisch das Bild einer kleinstädtischen Ausfallstraße um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, worauf der Zeugnis- und Schauwert der Gruppe für die Stadtbaugeschichte beruht. Hervorzuheben ist in diesem Kontext, dass im Eisenbahnzeitalter eine Stadt nicht mehr durch das Stadttor, sondern durch das Empfangsgebäude des Bahnhofs betreten wurde, und sich daher in Bahnhofstraßen, so auch in Norden, meistens Mitglieder des gehobenen Bürgertums ansiedelten. Die nahezu ungestört erhaltene Häuserzeile auf der Westseite der Norder Bahnhofstraße gegenüber dem Hauptbahnhof ist auch heute noch von prägendem Einfluss auf das Straßenbild, weshalb der Gruppe auch eine städtebauliche Bedeutung zukommt. An all diesen Bedeutungen hat auch das Wohnhaus Nr. 27 Anteil. Aus den genannten Gründen besteht an der Erhaltung der Gruppe "Villengruppe Bahnhofstraße" und damit auch des Hauses Nr. 27 ein öffentliches Interesse.
- Gruppen (ID | Typ | Beschreibung)
- 34333856 | Häuserzeile (Baukomplex) | Villengruppe Bahnhofstraße
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- ADABweb
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