Dorfkreuz Lütkeberge
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Fürstenau
- Gemeinde
- Fürstenau, Stadt
- Gemarkung
- Lütkeberge
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lütkeberge
- Objekttyp
- Kreuz
- Baujahr
- 1752
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 4dea8606-08ce-4976-aab0-65544358320a
- System-ID
- #61765978
- ADABweb-ID
- 53453118
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Unmittelbar nördlich der Osnabrücker Straße gelegenes Kruzifix, Sandstein, Schaft und Postament mit Inschrift, errichtet laut Inschrift wohl ursprünglich 1752. Inschrift am Schaft gibt Aufschluss über die Stifter Diederich Ahtmer und wohl Frau Anna.
- Denkmalbegründung
- Die Bauerschaft Schwagstorf liegt in einer sanften Mulde zwischen Bramberg, Stönnenberg und Kreienberg. Es kreuzen sich die Straßen von Bramsche nach Fürstenau und von Ankum nach Voltlage. Einige Einzelhöfe gehen noch in die fränkische Zeit zurück, zu denen auch einige Halberbenhöfe außerhalb gehörten. Mit der beginnenden Neuzeit wurde der Bereich zwischen den Vollerben mit Köttern aufgefüllt. So gruppieren sich westlich fünf ehemalige Vollerben und sieben Kötter in einer Mulde nördlich der Fürstenauer Straße sowie vier weitere Kötter in Einzellage. Sie bilden die Bauerschaft Kellinghausen. Weiter an der Gemarkungsgrenze liegt die ehemalige Bauerschaft Lütkeberge mit drei Vollerben und einem Erbkötter an der Fürstenauer Straße, einem Halberbenhöfepaar sowie zwei einzelnen Köttern im Süden. Nördlich begrenzen ein Einzelhof sowie zwei Vollerben mit Erbkötter die Bauerschaft. Dieses ehemalige Siedlungsbild einer typischen Streusiedlung ist heute noch erkennbar. Hinzu kamen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts weitere Stellen vor allem im Süden sowie einzelne im Norden. Zur gleichen Zeit verschwanden jedoch in allen Kernsiedlungen einige Hofstellen. Die stärkste Umgestaltung erfuhr Schwagstorf durch den Bau von Wohnhäusern und Querdielenhäusern seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, die vor allem in Ziegelbauweise errichtet worden sind. Dadurch wurde der landwirtschaftliche Charakter der Bauerschaft stark zurückgedrängt. Eine große Umbauwelle nach dem Zweiten Weltkrieg sowie der Ausbau der Bundesstraßen haben der Siedlung endgültig den dörflichen Charakter genommen. Bis auf wenige Reste ist die alte Bausubstanz aus der Zeit vor 1910 verschwunden. Aus der Zeit vor 1800 ist kein Gebäude erhalten, einzig einige Kruzifixe und Wegekreuze gehen noch in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück. Das Wegekreuz in Lütkeberge wurde ursprünglich 1752 aufgestellt und gehört somit zu den ältesten Flurdenkmalen in der Gemeinde. Es ist, wie auch andere Wegekreuze, Wegekapellen oder Bildstöcke, ein Zeichen christlichen Glaubens, das hier exponiert in der Landschaft, ausgerichtet auf die vorbeiführende Straße, als Stätte der Verehrung Jesus Christus aufgestellt worden ist. Die Inschrift gibt zudem Aufschluss auf zwei Stifter: Diederich Ahtmer und Frau Anna. Somit manifestiert das Kreuz auch eine persönliche Fürbitte oder einen persönlichen Dank der Stifter. Als Objekttyp beispielhaft in der Ausprägung besteht an der Erhaltung des Wegekreuzes vor allem aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Volks- und Heimatkunde als Zeugnis einer kontinuierlichen Volksfrömmigkeit, aufgrund seines Seltenheits- und Alterswertes und aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung mit seinem prägenden Einfluss auf das Straßenbild ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

