Evangelisch-lutherisches Pastorat
- Landkreis
- Leer
- Samtgemeinde
- Leer (Ostfriesland), Stadt
- Gemeinde
- Leer
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Leer
- Adresse
- Kirchstraße 25
- Objekttyp
- Gemeindehaus
- Baujahr
- 1773
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 4d855007-a48c-4ff7-93a4-c076dfcdc094
- System-ID
- #61540724
- ADABweb-ID
- 35661940
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Schmaler, eingeschossiger Backsteinbau mit Satteldach, langgestreckte Fassade zum Patersgang, hochrechteckige Holzblockrahmenfenster, Tür mit Oberlicht, genuteter Einfassung und abschließendem Gesims, unterhalb der Traufe Mauerwerksanker auf Höhe der Deckenbalkenlage und gemauerter Klötzchenfries, Gedenktafel für Maria Catharina Rösing, Raumstrukturen im Inneren verändert, tonnengewölbter Keller, das Gebäude wurde nach Inschrift errichtet 1773. Der nördliche Gebäudeteil zur Kirchstraße 1992 in historisierender Architektur angebaut, der Kubatur des Bestandes angepasst, der Nordgiebel von der Bauflucht der Kirchstraße abgerückt, im Erdgeschoss zwei, im Dachgeschoss ein quadratisches Fenster, der Schildgiebel mit Beitelmauerwerk, Firststaffel und dreieckigen Sandsteine am Giebelfuß mit Datierung 1773 und 1948. Nach Süden angepasster Neubau des Gemeindehauses.
- Denkmalbegründung
- Maria Catharina Rösing, unverheiratete Tochter und Erbin des Leeraner Amtmannes Edzard Rösing, vermachte ihr Vermögen teils schon zu Lebzeiten und nach ihrem Tod 1839 auch das Elternhaus an der Kirchstraße 25 der lutherischen Kirchengemeinde, die hier eine Predigerwohnung einrichtete. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Gebäude zum Gemeindehaus. Das Wohnhaus an der Kirchstraße, ein traufständiger Putzbau mit breitem Zwerchhaus, wurde aufgrund von Kriegsschäden abgebrochen, wobei das rückseitige Hinterhaus am Patersgang stehen blieb. Dieses wurde 1948 umgebaut und mit einem Giebel nach Norden abgeschlossen. 1992 wurde der Giebel abgetragen, und das Gemeindehaus wurde in angepasster Gebäudekubatur eingeschossig mit Satteldach um 7m nach Norden verlängert. Am neu erstellten Giebel, der hinter der Bauflucht der Kirchstraße zurückbleibt und damit die Nordfassade der katholische Kirche St. Michael freistellt, wurden am Giebelfuß die dreieckigen Sandsteine mit den Jahreszahlen 1773 und 1948 wiederverwendet. Das Gemeindehaus der lutherischen Kirchengemeinde an der Kirchstraße 25 ist von geschichtlicher Bedeutung im Rahmen der Orts-, Siedlungs- und Stadtbaugeschichte und als beispielhaftes Hinterhaus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, das seit dem 19. Jahrhundert seitens der lutherischen Gemeinde genutzt und im 20. Jahrhundert zum Gemeindehaus weiterentwickelt wurde. Durch die langgestreckte Westfassade und die gegenüberliegenden Kirche St. Michael wird der Patersgang geprägt und räumlich eingefasst, so dass dem Bau zudem eine städtebauliche Bedeutung zukommt und somit ein öffentliches Erhaltungsinteresse besteht.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61769045 | Altstadt (Baukomplex)
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

