Bahnhof Goslar
Ansicht von Süden (2017)
Ansicht von Südosten (2017)
Kernbau von 1866-83, Ansicht von Südosten (2017)
Erweiterungsbau von 1901-02, Ansicht von Südosten (2017)
Kernbau von 1866-83, Ansicht Südfassade (2017)
Kernbau von 1866-83, Ansicht von Osten (2017)
Außenansicht (2025)
- Landkreis
- Goslar
- Samtgemeinde
- Goslar, Stadt
- Gemeinde
- Goslar
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Steinberg
- Adresse
- Bahnhofsplatz 1
- Objekttyp
- Empfangsgebäude
- Baujahr
- 1865 - 1866
- Personen
- Schinkel, Adolf
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 4c9a6fea-4ec1-4d91-8295-871b365cb001
- System-ID
- #61621550
- ADABweb-ID
- 36623927
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Empfangsgebäude des Bahnhofs Goslar, erbaut 1865-66 als Kopfbahnhof der ab 1863 geplanten Zweigstrecke von Vienenburg nach Goslar. 1901-02 winkelförmiger Erweiterungsbau an der Westseite für weitere Wartesäle sowie eine Bahnhofsgaststätte, 1911-13 erneut in nordwestlicher Richtung erweitert. Zweigeschossiger Massivbau mit schiefergedeckten Sattel- und Walmdächern sowie Sandsteinfassaden, frei stehend südlich der Bahngleise. Östlicher Bauteil in strenger Kubatur mit Rundbogenfenstern, Pilastergliederung und Rundbogenfriesen über den Wandfeldern sowie schiefergedecktem Satteldach. Westlicher Bauteil in stark plastischer Baukörpergliederung und mit teils großformatigen Rundbogenfenstern, teils dreiteilig gekuppelten kleineren Rundbogenfenstern, jeweils mit massiven Hausteineinfassungen.
- Denkmalbegründung
- Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Goslar wurde infolge der Anbindung der Stadt an die schon 1838-1841 angelegte Eisenbahnstrecke Braunschweig-Wolfenbüttel-Harzburg errichtet, und mit Inbetriebnahme der Zweigstrecke am 22.3.1866 eingeweiht. Im Zuge des bis 1883 erfolgten Ausbaus der Strecke in Richtung Hildesheim kam es zu ersten Um- und Erweiterungsbauten, so wurde der östliche Gebäudeteil mit dem risalitartig vortretenden Giebel erst nach 1866 angefügt. Während diese im späten 19. Jahrhundert entstandenen Bauphasen noch im zeittypischen Rundbogenstil gehalten sind, weist der 1901-02 an der Westseite angefügte Erweiterungsbau eine markante neoromanische Formensprache auf, die stilistisch auf die kurz zuvor aufwendig renovierte und neu ausgebaute Kaiserpfalz Bezug nimmt. Kleinere Ausbauten, wie etwa die Aufstockung des ursprünglich nur eingeschossigen Kernbaus kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, folgten noch bis in die 1960er Jahre. Die Erhaltung des Empfangsgebäudes liegt aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung als Dokument für die Ortsgeschichte von Goslar, seines bau- und kunstgeschichtlichen Schauwertes für die historistische Architektur des 19. Jahrhunderts, seiner technik- und wirtschaftlichen Bedeutung als Zeugnis für die Entwicklung des Schienennetzes und der zugehörigen baulichen Infrastruktur in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sowie der städtebaulichen Bedeutung durch seine prägende Wirkung auf das Straßenbild und als wesentlicher Bestandteil der Bahnhofsanlage auf dem ehemaligen Lindenplan vor dem Rosentor, im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61606411 | Bahnhof
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Ansicht von Süden (2017)
Ansicht von Südosten (2017)
Kernbau von 1866-83, Ansicht von Südosten (2017)
Erweiterungsbau von 1901-02, Ansicht von Südosten (2017)
Kernbau von 1866-83, Ansicht Südfassade (2017)
Kernbau von 1866-83, Ansicht von Osten (2017)
Außenansicht (2025)

