St. Johannis
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Staufenberg
- Gemeinde
- Landwehrhagen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Uschlag
- Adresse
- An der Kirche 1
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- 1725
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 4c2a3677-54bc-4269-9503-50e7664e6d37
- System-ID
- #61530312
- ADABweb-ID
- 35289564
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Dreiachsiger, verputzter Rechteckbau mit Mansarddach in Ziegeldeckung, im Westen abgewalmt. Korbbogige Sprossenfenster; vor der Westseite risalitartiger Vorbau mit Dreiecksgiebel und Barockportal, gerahmt von Pilastern und Sprenggiebel, im Sturz Inschriftenstein „1725“; oberhalb des Portals ein Ovalfenster. Im Osten Chorturm mit achteckigem, teilweise verschiefertem Fachwerkobergeschoss und geschwungener Haube mit doppelter, geschlossener Laterne, bekrönt mit Kugel, Wetterfahne und Kreuz. Acht rechteckige Schallfenster an oberer und vier an unterer Laterne. Im Inneren Tonnengewölbe, L-förmige Empore an West- und Nordwand, Inschrift am Triumphbogen: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“. Errichtet an Stelle eines älteren Vorgängerbaus 1725 (i). An Ausstattung ist der Taufstein von 1612 (i) sowie ein Kruzifix mit geschnitztem Körper der Zeit um 1600 erhalten; an der Südwand sind außen mehrere barocke Sandsteinepitaphe angelehnt.1903 wurde die Südempore nach Osten verlängert. Die Sakristei wurde 1968/69 an der Nordseite ergänzt.
- Denkmalbegründung
- Schriftlich ist die ecclesia in Uslacht (Kirche in Uschlag) erstmals im Jahr 1425 belegt. Das Dorf Uschlag blieb bis ins 16. Jahrhundert im Besitz des (hessischen) Klosters Kaufungen, das der hessische Landgraf Philipp I. († 1567) im Zuge der Reformation 1527 aufhob. Für das Jahr 1557 ist dann erstmals die Zugehörigkeit Uschlags zum Gericht Sichelnstein im Fürstentum Calenberg-Göttingen belegt. Eine Sammlung („Hauß-Collecte“) im gesamten Fürstentum Calenberg leitet dann für 1725 den Neubau der Kirche ein, der laut Voranschlag 795 Taler kosten sollte. Die in verhältnismäßig schlichten Formen erbaute St. Johannis-Kirche in Uschlag steht ortsbildprägend mitten im Dorfkern. Die Kirche hat somit eine städtebauliche und zudem eine geschichtliche Bedeutung als typischer Bau des 18. Jahrhunderts und aufgrund des orts-, bau- und kunstgeschichtlichen Schau- und Zeugniswerts. An ihrer Erhaltung besteht folglich ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61524256 | Kirchenanlage (Baukomplex)
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61530362 | Kirchhof | Staufenberg - Landwehrhagen
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

