Langesche Stiftung
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Mitte
- Adresse
- Theaterstraße 14
- Objekttyp
- Wohnstift
- Baujahr
- 1900 - 1901
- Personen
- Haupt, Albrecht (Architekt (m/w/d))
Gundelach, Karl (Bildhauer (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 4c1f59ff-b011-471d-a071-e1a4284e6400
- System-ID
- #61635236
- ADABweb-ID
- 37138773
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Fünfgeschossiger, symmetrischer Bau auf zweigeschossigem, durch kräftige Putzrustika betontem Sockel in traufständig-geschlossener Reihe, mit leicht vorstehenden Seitenrisaliten, die mittleren fünfachsigen Gebäudeteil fassen. Als Wohnstift für Witwen und Waisen des Baugewerbes 1900 durch den Architekten Albrecht Haupt im Auftrag der Langeschen Stiftung des Stifters, Lehrers, Hofsteinmetzes, Bauunternehmers und Steinbruchbesitzers Karl Lange erbaut. Ursprünglich reich und fantasievoll geschmückter Jugendstilbau, nach einem Bombenangriff und Zerstörung des Bauschmucks vereinfacht wiederhergestellt, rückwärtig um einen Innenhof mit Figurengruppe von Karl Gundelach gelagert.
- Denkmalbegründung
- Im Jahr 1865 richtete der Hofsteinhauer und Maurermeister Karl Lange (1811-1867) testamentarisch eine Stiftung über 40.000 Taler und das Gebäude Theaterstraße Nr. 14 nebst Zubehör ein. Zum Zweck der Stiftung bestimmte er die Unterstützung hilfsbedürftiger Witwen und Waisen von Angehörigen des Bauhandwerks sowie die Erziehung nachgebliebener ehelicher Waisen von Maurer- und Steinhauergesellen der Stadt Hannover. Ehrenamtliche Verwalter aus Kirche, Stadt und Handwerk verantworten bis heute das Stiftungsvermögen. Die noch heute bestehende Langesche Stiftung ließ den Architekten Albrecht Haupt 1900 bis 1901 für die Theaterstraße 14 einen Neubau errichten. In dem später überdachten Innenhof als Teil der Galerie Luise befindet sich an einer Wand eine lebensgroße Skulpturengruppe des Stiftungsgründers „und seiner Schützlinge“ nach einem Entwurf des Bildhauers Karl Gundelach (1856-1920). An der Erhaltung des Gebäudes der Lange´schen Stiftung besteht aufgrund der geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse. Seine geschichtliche Bedeutung besteht im Rahmen der Ortsgeschichte als beispielhafter Stiftungsbau um 1900 mit Schauwert für die Bau-, Stadtbau- und Sozialgeschichte sowie als Werk des regional bekannten Architekten Albrecht Haupt und des regional bekannten Bildhauers Karl Gundelach. Künstlerische Bedeutung besteht durch die Skulpturengruppe "Karl Lange und seine Schützlinge", die als sinnstiftende Plastik in naturalistischer Formensprache der Jahrhundertwende integraler Bestandteil des Gebäudes ist und Erlebniswert für regional nicht alltägliche künstlerische Gestaltwerte besitzt. Städtebauliche Bedeutung erhält der Bau als Element des räumlichen Gefüges der Theaterstraße mit Wirkung auf das Straßenbild sowie des räumlichen Gefüges einer Hofanlage.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61635233 | Straßenzug
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

