Pfarrwitwenhaus
- Landkreis
- Heidekreis
- Samtgemeinde
- Walsrode, Stadt
- Gemeinde
- Honerdingen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Honerdingen
- Adresse
- Dorfallee 16
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 1649
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 4a2f1157-23d0-4828-9b23-22e1fe0a7c17
- System-ID
- #61403331
- ADABweb-ID
- 32814397
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Pfarrwitwenhaeuser
- Beschreibung
- Nördlich der Kirche und parallel zu ihr stehendes Fachwerkhaus mit Backsteinausfachung. Im Osten der eingeschossige (ehemalige) Wirtschaftsteil mit eingehälsten Ankerbalken und Halbwalmdach in Ziegeldeckung, im Westen der zweigeschossige quergestellte Wohnteil, dessen Grundriss nach Norden breiter ist als der Wirtschaftsteil und dessen Obergeschoss allseitig stark vorkragt, mit um 90 Grad verschwenktem ziegelgedecktem Halbwalmdach mit Uhlenloch. Fachwerk gekennzeichnet durch Diagonalstreben sowie Fußstreben im Obergeschoss des Wohnteils. Errichtet als Pfarrwitwenhaus 1649 (i) in Form eines Wohn-/Wirtschaftsgebäudes.
- Denkmalbegründung
- Wie die meisten Städte und Dörfer im Fürstentum Lüneburg erlebte Meinerdingen die Reformation auf Initiative des Landesherrn Herzog Ernst I. zu Braunschweig-Lüneburg († 1546). Nachdem er 1527 mit der Vorlage des „Artikelbuches“ erste Maßnahmen zur Neuordnung des kirchlichen Lebens im Sinne der Reformation angestoßen hatte, folgten im Zuge der Visitationen von 1529 eine Predigtinstruktion des Herzogs und als letzte Maßnahme zu seinen Lebzeiten noch eine Ordnung betreffend die Einkommen der Pfarrer und zu Ehe- und Familiensachen im Jahr 1543. Damit war erstmals auch die Frage nach der Pfarrwitwenversorgung angestoßen, in deren Folge schließlich direkt nach dem Dreißigjährigen Krieg das Meinerdinger Pfarrwitwenhaus fertiggestellt werden konnte, das somit zu den ältesten erhaltenen Pfarrwitwenhäusern Niedersachsens gehört. Als solches hat es eine Bedeutung für die Orts- und Siedlungsgeschichte Meinerdingens sowie als typische neue Bauaufgabe des 16. und 17. Jahrhunderts auch allgemein für die Bau- und Kunstgeschichte. Seine Erhaltung liegt zudem aufgrund der städtebaulichen Bedeutung wegen des kirchenanlagen- und ortsbildprägenden Schau- und Zeugniswerts im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61389457 | Siedlungskern (Ortskern)
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

