Friedhof Engesohde
Abteilung 1 von Süden (2023)
Abteilung 16 (2023)
Grabmale in Abteilung 1 (2023)
Hainbuchenhecken mit Laubengang, Abteilung 27 (2023)
Grabmale in Abteilung 1 (2023)
Blick zum Mausoleum Ebeling (2023)
Abteilung 34 mit Wasserbecken (2023)
Friedhof Engesohde (2023)
Friedhof Engesohde, Blick zur Kapelle (2023)
Mausoleen westlich der Kapelle (2023)
Brunnen im südlichen Erweiterungsbereich (2023)
Abteilung 27 (2023)
Abteilung 25 mit Grabmal Hase (2023)
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Südstadt
- Adresse
- Orli-Wald-Allee 2
- Objekttyp
- Friedhof
- Baujahr
- 1861
- Personen
- Droste, Ludwig (Architekt (m/w/d))
Barnstorf, Oskar (Architekt (m/w/d))
Trip, Julius (Gartenarchitekt (m/w/d))
Kube, Hermann (Gartenarchitekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 49cb21ff-4d8e-4e94-9f27-1b411c79b3f7
- System-ID
- #61295617
- ADABweb-ID
- 30810172
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Hannoversche-Stadtfriedhöfe
- Beschreibung
- Der Friedhof Engesohde erstreckt sich südlich der Straße An der Engesohde zwischen dem Maschsee im Westen und der Orli-Wald-Allee im Osten. Der ursprüngliche Friedhof umfasste die 1861-64 nach Plänen des Stadtbaumeisters Ludwig Droste angelegten elf Abteilungen, die sich unmittelbar westlich an die zeitgleich errichteten Eingangsbauten anschließen. Aufgrund des rapiden Bevölkerungswachstums ist der Friedhof zwischen 1871 und 1877 zunächst nach Westen sowie 1880 nach Südosten erweitert worden. Die einzelnen Quartiere wurden durch ein axiales Wegesystem von Haupt- und Nebenwegen erschlossen, die Kreuzungspunkte der Hauptwege sind zumeist platzförmig erweitert. Erbbegräbnisse und Mausoleen, die die Vielfalt der Grabgestaltung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts repräsentieren, wurden überwiegend an den Hauptwegen und entlang der Friedhofsmauern errichtet. Die Innenräume der einzelnen Abteilungen sind ab 1902 zunächst nach Plänen des Stadtgartendirektors Julius Trip, ab 1908 durch Heinrich Zeininger und ab 1913 durch Hermann Kube entsprechend den Tendenzen der Gartenkunst des frühen zwanzigsten Jahrhunderts umgestaltet worden: Es entstanden Quartiere mit axialer und zumeist symmetrischer Gliederung, die durch Hainbuchen- und Taxushecken voneinander abgegrenzt werden. Die Wege sind teilweise von Heckenbögen überspannt, und herausragende Familiengrabstätten bilden immer wieder Blickpunkte. Mitte der 1950er Jahre plante der Gartenbaurat Jacobi eine Erweiterung der Gesamtanlage des Engesohder Friedhofs nach Südwesten. Wegen des hohen Wasserstandes des Maschsees ist er ausschließlich für Urnengräber konzipiert worden, die in den charakteristischen Formvorstellungen der frühen 60er Jahre in unregelmäßig angeordneten Verbänden in großzügige Rasenflächen mit lockeren Pflanzengruppen eingebettet sind. Auch innerhalb der bestehenden historischen Abteilungen gab es Strukturveränderungen, die dem Ideal des Rasenfriedhofs entsprachen und vor allem pflegetechnische Gründe hatten. Seit 1990 wird die historische Friedhofsstruktur durch die Neuanpflanzung von Alleen an den Hauptwegen sowie die Überarbeitung von Gehölzgruppen und Hecken teilweise wieder hergestellt.
- Denkmalbegründung
- Der Stadtfriedhof Engesohde wurde zwischen 1861 und 1864 als erster kommunaler Friedhof der Stadt Hannover weit südlich des historischen Stadtkerns am Rande der Döhrener Feldmark nach Plänen des Stadtbaumeisters Ludwig Droste auf leicht erhöhtem Terrain angelegt, nachdem die innerstädtischen Gemeindefriedhöfe der Gartenkirche, der Neustädter und der Nicolaigemeinde geschlossen worden waren. Die ursprünglich elf Abteilungen sind aufgrund des rapiden Bevölkerungswachstums schon zwischen 1871 und 1877 und erneut 1880 nach Westen und Süden erweitert worden. Die durch Trip 1902 begonnene und von Kube maßgeblich fortgeführte gärtnerische Ausgestaltung der Abteilungsinnenflächen vervollkommnete den Friedhof zu einer Gesamtanlage, die den großstädtischen Repräsentationsanspruch des frühen 20. Jahrhunderts widerspiegelt. Der Engesohder Friedhof ist nicht nur bedeutsam als Werk der wichtigsten Hannoverschen Bau- bzw. Stadtgartendirektoren des späten 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts Ludwig Droste, Julius Trip, Heinrich Zeininger und Hermann Kube. Er ist auch von Bedeutung für die Orts-, Kultur- und Sozialgeschichte Hannovers. Eine besondere bau- und kunstgeschichtliche Bedeutung kommt sowohl den Friedhofsbauten als auch den vielen künstlerisch gestalteten Mausoleen, Einzelgrabmalen und Erbbegräbnissen zu. Mit seinem alten Baumbestand, dem Wegenetz, den Brunnen und den strukturierenden Alleen und Hecken sowie der Vielzahl an ortsgeschichtlich und künstlerisch bedeutsamen Einzelgräbern und Erbbegräbnissen unterliegt der Engesohder Friedhof aus geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen und städtebaulichen Gründen einem öffentlichen Erhaltungsinteresse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61261313 | Friedhofsanlage
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Abteilung 1 von Süden (2023)
Abteilung 16 (2023)
Grabmale in Abteilung 1 (2023)
Hainbuchenhecken mit Laubengang, Abteilung 27 (2023)
Grabmale in Abteilung 1 (2023)
Blick zum Mausoleum Ebeling (2023)
Abteilung 34 mit Wasserbecken (2023)
Friedhof Engesohde (2023)
Friedhof Engesohde, Blick zur Kapelle (2023)
Mausoleen westlich der Kapelle (2023)
Brunnen im südlichen Erweiterungsbereich (2023)
Abteilung 27 (2023)
Abteilung 25 mit Grabmal Hase (2023)

