Herman-Nohl-Schule (Hainberg-Gymansium HG-Junior)
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Göttingen, Stadt
- Gemeinde
- Göttingen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Südstadt
- Adresse
- Immanuel-Kant-Straße 44 A
- Objekttyp
- Volksschule
- Baujahr
- 1955 - 1958
- Personen
- Brandi, Diez (Architekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 49232ea9-8405-46c5-ae19-7e7223a5de87
- System-ID
- #61765488
- ADABweb-ID
- 52928468
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Herman-Nohl-Schule West, erbaut 1955-56 nach Entwurf des Göttinger Architekten Diez Brandi, als Teil des aus zwei Volksschulen bestehenden Ensembles. Der Bau des Westtrakte wurde 1962-63 im Süden mit dem Bau einer Turnhalle nach der Brandi-Konzeption ergänzt. Die Westschule besteht analog zur Ostschule aus einem nördlichen, zweigeschossigen Verwaltungs- und Klassentrakt, dem sich südlich über Laubengänge zwei Quertrakte mit je vier Klassen anschließen. Deren architektonische und pädagogische Besonderheit ist die ‚klösterliche‘ Separierung quadratischer, lichtdurchfluteter Klassenräume mittels je einem Garderobengang und einem intimen Hofgarten. Zusätzlich übernahm die Westschule mit einem östlich vorgelagerten Fachklassen- und Versorgungstrakt (sowie ebenso der Turnhalle mit Nebenräumen) auch Versorgungsfunktionen, die von der Ostschule mitgenutzt wurden und werden. Die Architektur ist in der typischen Brandi-Weise betont schlicht gehalten, mit roten Sichtbacksteinfassaden und Satteldächern ohne Giebelüberstände. Besonders ausdrucksstark sind neben den Klassenräumen mit ihren Hofgärten die von Säulen getragenen Laubengänge mit ‚Brunnenhau‘-Aufweitung und abgesetzten Toilettenhäusern. Im Innern haben sich zahlreiche wandfeste Ausstattungsstücke der Erbauungszeit erhalten (Türen mit Beschlägen, Wandschränke, Treppen, Brunnenschale, Schullautsprecher usw.).
- Denkmalbegründung
- Die Erhaltung der Herman-Nohl-Schule West liegt – wie die Ostschule – wegen geschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung im öffentlichen Interesse. Die geschichtliche Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte Göttingens besteht aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für die Baugeschichte der 1950er-Jahre, auch durch die beispielhafte Ausprägung des Bautyps ‚Volksschule‘ und als Werk des überregional bedeutenden Architekten Diez Brandi. Die städtebauliche Bedeutung beruht auf dem prägenden Einfluss für das Straßenbild der Immanuel-Kant-Straße und als in sich qualitätsvoll städtebaulich durchgearbeiteter Schulkomplex sowie als wesentliches Ensemble-Element des räumlichen Gefüges der aus zwei Schulkomplexen bestehenden „Herman-Nohl-Schule“.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61768690 | Schulanlage
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

