Dominikanerkloster zum Heiligen Kreuz
- Landkreis
- Stadt Osnabrück (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Osnabrück, Stadt
- Gemeinde
- Osnabrück
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Innenstadt
- Adresse
- Hasemauer 1
- Objekttyp
- Klostergebäude
- Baujahr
- 13.Jh. - 18.Jh.
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 48ed4d65-4978-4ee5-967e-85316e03e839
- System-ID
- #61708312
- ADABweb-ID
- 43803253
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Die Gründung einer Niederlassung der Dominikaner erfolgte 1283 am Westrand der Altstadt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadtmauer. Der Neubau der Klosterkirche bezog offenbar die Baulichkeiten eines älteren, an der Stadtmauer gelegenen Spitalgebäudes mit ein, aus dessen Lage sich die nicht genaue Ausrichtung der Kirche nach Osten erklären ließe. Die Fortschritte des Baus ermöglichten bereits 1295 die förmliche Einrichtung des Klosters. Unmittelbar nördlich an die Kirche schlossen sich die mittelalterlichen Klostergebäude an, die in der ersten Hälfte des 18. Jh. durch die heutige Anlage ersetzt wurden. Die schmucklosen dreigeschossigen Bauten in Bruchsandstein unter Walmdach bilden mit der Kirche ein geschlossenes Rechteck um einen Innenhof mit Kreuzgang. 1803 wurde das Kloster aufgehoben, sein Inventar auf andere Kirchen der Diözese verteilt. Kirche und Kloster wurden 1819 zu Magazin und Infanteriekaserne umgebaut, die Kirche dient seit 1993 als Ausstellungsgebäude "Kunsthalle Osnabrück". Der sich ehemals nördlich anschließende Klostergarten hat sich in dem unbebauten Areal zwischen Neuer Straße, Klingensberg und Hasemauer erhalten.
- Denkmalbegründung
- Das 1803 säkularisierte Kloster war bereits 1542 durch Bischof Franz von Waldeck an die Stadt Osnabrück verschenkt worden. Als die Mönche sich verweigerten, ließ der Rat der Stadt sie unter Hausarrest stellen und das Kloster wurde gestürmt und geplündert. 1548 schließlich gab man das Kloster wieder frei. 1643 wurde es von Bürgern geplündert, 1809 in eine Infanteriekaserne umgewandelt. An der Erhaltung des ehemaligen Dominikanerklosters zum Heiligen Kreuz besteht aufgrund des geschichtlichen Zeugnis- und Schauwertes sowie der städtebaulich straßenbildprägenden Bedeutung ein öffentliches Interesse.
- Literatur
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- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

