Villa Weissenfels
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Göttingen, Stadt
- Gemeinde
- Göttingen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Göttingen
- Adresse
- Hermann-Föge-Weg 9
- Objekttyp
- Villa
- Baujahr
- 1910 - 1911
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 477db3a9-6f79-4beb-bff1-c44ad8b6d16f
- System-ID
- #61768877
- ADABweb-ID
- 53747906
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Villa Weißenfels, erbaut 1910-11, zurückliegend auf dem Grundstück, das vorne von einer gemauerten Einfriedung mit Holzzaunfeldern und Tor begrenzt ist. Eingeschossige Villa in verputzter Massivbauweise auf rechteckigem Grundriss und Bruchsteinsockel. Besonders prägend sind das hohe ziegelgedeckte Mansard-Walmdach sowie die kleinteiligen Holzsprossenfenster, wozu ursprünglich wohl weitere Fensterläden und ein Spalier gehörten. Vorne und hinten treten Vorbauten als Standerker mit Balkonen vor die Fassaden. Das im ersten Obergeschoss schon ursprünglich ausgebaute Mansarddach wird in den Fassaden gegliedert durch drei Zwerchhäuser mit Segmentbogenfenstern in den klassischen Giebeldreiecken und zwei Schleppgauben. Im Inneren sind die ursprünglichen Grundrissstrukturen erhalten, ebenso wie u.a. die Treppenanlage und einige Türen.
- Denkmalbegründung
- Die Villa Weißenfels im Hermann-Föge-Weg 9 wurde 1910-11 nach Plänen des bekannten Göttinger Architekturbüros Krafft & Pfähler errichtet für den Germanisten Richard Weißenfels, der kurz zuvor 1906 außerordentlicher Professor für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Göttingen geworden war. Das Quartier war u.a. für wohlhabende und bedeutende Universitätsangehörige bekannt: Unmittelbar benachbart wurde kurz zuvor die Villa Nr. 7 für den Philosophen Edmund Husserl errichtet. Schräg gegenüber in der Villa Nr. 12 wohnte damals der Sprachforscher Jacob Wackernagel. Das Stadtbauamt schaltete sich in den Planungs- und Genehmigungsprozess ein, indem es darauf achtete, dass die Seitenansichten und Hinteransichten „mit der Vorderansicht übereinstimmend in Art und Farbe des Materials zur Ausführung gebracht werden“. Auch die später 1927 vom Architekturbüro Krafft & Pfähler entworfene Vorgarteneinfriedung unterstreicht den für das Straßenbild qualitätvollen und gediegenen Gestaltungsanspruch. Die Erhaltung der Villa Weißenfels liegt aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen im öffentlichen Interesse. Die ortsgeschichtliche Bedeutung besteht aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für die abschließende Besiedlung des Hermann-Föge-Wegs (früher Hoher Weg) und den Heimatstil vor dem Ersten Weltkrieg und insofern auch durch die beispielhafte Ausprägung von Stilen und Bautypen jener Zeit. Städtebaulich bedeutend ist der Einfluss des Baukörpers und der Vorgarteneinfriedung auf das Straßenbild, auch als im Nordwesten abrundendes Element des räumlichen Gefüges der Gruppe „Hermann-Föge-Weg“.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61554809 | Villenquartier
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

