Rittergut Kuhof
- Landkreis
- Osnabrück
- Gemeinde
- Ostercappeln
- Gemarkung
- Haaren
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Haaren
- Adresse
- Kuhof 3
- Objekttyp
- Gutshof (Baukomplex)
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- geschichtlich, wissenschaftlich, städtebaulich
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 47035801
- Objekt-Nr.
- 8
- Fachbereich
- Baudenkmal Gruppe
- Beschreibung
- Etwas abseits der übrigen Bebauung, im Westen der Bauerschaft gelegenes ehem. Rittergut mit Haupthaus, Torhaus, Scheune und Wagenschauer sowie großzügiger, gestalteter Parkanlage mit Sternbusch, errichtet ab Mitte 17. Jahrhundert. Reste der historischen Pflasterung erhalten.
- Denkmalbegründung
- Das ehem. Rittergut befindet sich etwas abseits der übrigen Bebauung im Westen der Bauerschaft in sumpfigen Gelände. Ursprünglich als Lehnsbesitz der in der Stadt Osnabrück lebenden Familie von Dumstorf, welche 1299 erstmals urkundlich erwähnt wurden und im 14. Jahrhundert mehrere Bürgermeister in der Altstadt und im Folgenden in der Neustadt von Osnabrück stellten. Über den Verkauf an die Familie von Raesfeld und den Konkurs des Gutes 1590 ging dieses 1612 in den Besitz von Daniel von Schele zu Sudena über. Der offizielle Kaufbrief wurde 1614 ausgestellt. Der neue Besitzer baute auf dem Kuhhof ein neues, zweigeschossiges Herrenhaus, das er bezog und 1650 seinem Sohn übergab. In den folgenden Jahrhunderten verblieb das Gut im Besitz der Schelenburger. 1780 ging das Gut an Georg III. von England über, der es als Tafelgut für seinen Sohn, den Osnabrücker Bischof Friedrich erwarb. Kurze Zeit später erging es jedoch bereits an den Oberforstmeister Karl August Firedrich von Voß zu Diepholz. Mit dem Übergang 1838 an den Freiherr Friedrich Clemens von Morsey-Picard zu Krebsburg folgten die Besitzerfolgen des Kuhhofes der der Krebsburg. In Morseyischen Zeit wurde das obere Stockwerk abgetragen. Im 19. Jahrhundert wurden das Gut neben der hohen und niederen Koppeljagd auch mit Fischerei- und Holzrechten ausgestattet. Dadurch war eine ausgedehnte Bewirtschaftung der Flächen und Halten von Nutzvieh möglich. Von dem im Mittelalter entstandenen Anwesen mit geschlossenem Gutsbereiches ist Substanz und Erscheinungsbild nahezu vollständig erhalten. Jedes Teil der Anlage, mit Ausnahme der modernen Scheune, hat einen prägenden Einfluss auf das räumliche Gefüge der Gesamtanlage und somit eine städtebauliche Bedeutung. Darüber hinaus ist die Anlage aufgrund ihrer ortsgeschichtlichen Bedeutung und als gewachsene Anlage in ihrer Ausprägung in den jeweiligen Epochen typisch. Sowohl die Stilepoche der Renaissance als auch die barocke Erweiterung mit Parkanlage belegen eine über Jahrhunderte konstante Nutzungsgeschichte. Die ausgedehnte Bewirtschaftung der Anlage aufgrund der übertragenene Rechte auf das Gut im 19. Jahrhundert hat zugleich auch eine Bedeutung für die Wirtschaftsgeschichte der Region.
- GruppenMitglieder (ID | Typ | Adresse)
- 47035828 | Wegesystem | Ostercappeln - Haaren - Haaren - Kuhof 3
47722969 | Gutshaus | Ostercappeln - Haaren - Haaren - Kuhof 3
47723055 | Torhaus | Ostercappeln - Haaren - Haaren - Kuhof 3
47723192 | Wagenschauer | Ostercappeln - Haaren - Haaren - Kuhof 3
47723324 | Scheune | Ostercappeln - Haaren - Haaren - Kuhof 3
47723439 | Graft | Ostercappeln - Haaren - Haaren - Kuhof 3
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- ADABweb
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