Hof Kreimer
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Belm
- Gemeinde
- Vehrte
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Vehrte
- Adresse
- Wittekindsweg 48
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- 1859
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 465a092b-c620-49a2-a874-f09f95efa4b2
- System-ID
- #61697192
- ADABweb-ID
- 41311114
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Im Norden der Bauerschaft gelegenes Wohn-/Wirtschaftsgebäude, Haupthaus einer Neubauernstelle, Hallenhaus in Zweiständerbauweise, Kammerfach mit Aufsprung, Wirtschaftsgiebel mit Stichbalkenvorkragung, Fachwerk mit verputzten Gefachen, Satteldach, erbaut 1859 (i) durch Zimmermeister J.F. Schierbaum.
- Denkmalbegründung
- Das Wohn-/Wirtschaftsgebäude gehört zum Hof Kreimer im Nordosten der Gemarkung und wurde 1859 errichtet. Der ursprüngliche Siedlungskern befindet sich im südlichen Bereich der Gemarkung. Hier bilden eine Gruppe von acht Vollerben entlang des Hunteburger Weges in strenger Reihung den Ausgangspunkt der Besiedlung, welcher später – wohl aber auch noch frühmittelalterlich – durch die Einzel- und Doppelhöfe in einem Kranz um die Kernsiedlung komplettiert wurde. Die Siedlungsstruktur ist im Südteil der Bauerschaft noch nahezu ungestört überliefert, wenn auch der Ausbau von Verkehrswegen das Landschaftsbild teils stark beeinträchtigt hat. Im Nordteil hingegen ist die Siedlungsstruktur im letzten Jahrhundert stark verändert wurden. Mit der Einrichtung der Bahnstrecke und des Bahnhofes entstand ein neuer Siedlungsschwerpunkt, mit kleineren Betrieben und Wohn-und Geschäftshäusern, welcher auch für Neubauern im 19. Jahrhundert attraktiv wurde. Das nördlich anschließende Gebiet einer großflächigen Lichtung bot Platz für einige Kötter- und Neubauernstellen - so auch für den Hof Kreimer, der siedlungsgeschichtlich dieser Phase der Expansion zuzuordnet ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg nochmals mit einer verdichteten Wohnhaussiedlung überbaut, nehmen die alten Höfe und Heuerhäuser im Gegensatz zu den Neubauern - wie der Familie Kreimer - zahlenmäßig eine untergeordnete Stellung ein, bestimmen aber zusammen mit den neuen Hofstellen das Siedlungs- und Landschaftsbild der Gemarkung, zudem der Hof Kreimer mit seinem noch um 1850 in traditioneller Fachwerkbauweise errichtetem Wohn-/Wirtschaftsgebäude einen wichtigen Beitrag leistet. Da in der Gemarkung bautypologisch die Zweiständerbauten dominieren, ist das Hauptgebäude des Hofes Kreimer, ebenfalls ein Zweiständerbau, ein typischer Vertreter dieses Gebäudetypus. In der Ausprägung der Bauaufgabe daher beispielhaft, besteht weiterhin an der Erhaltung des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs-, und Wirtschaftsgeschichte, ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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