Klinik für Rinderkrankheiten (Richard-Götze-Haus)
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Bult
- Adresse
- Bischofsholer Damm 15
- Objekttyp
- Hochschulgebäude
- Baujahr
- 1926 - 1928
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 45743e57-5bd0-4296-914d-53fd79e43c59
- System-ID
- #61277174
- ADABweb-ID
- 30713288
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Hochschullandschaft
- Beschreibung
- Klinik für Rinderkrankheiten, erbaut 1926-28 als Lehreinrichtung der Tierärztlichen Hochschule Hannover, heute benannt zu Ehren des Initiator des Baus als Richard-Götze-Haus. Dreigeschossiger Massivbau in Backsteinbauweise mit Walmdach, frei stehend in straßenrandbegleitender Stellung. Lang gestreckter Baukörper in mittelsymmetrischer Konzeption, Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel, regelmäßige, hochrechteckige Fensteröffnungen mit Natursteinrahmung. Haupteingang im Mittelrisalit mit einer vorgelagerten Treppenanlage.
- Denkmalbegründung
- Die Klinik für Rinderkrankheiten wurde 1926-28 auf Initiative des Veterinärmediziners Richard Götze, der Ende 1925 als Professor für Geburtshilfe und Buiatrik aus Leipzig an die Tierärztliche Hochschule Hannover gewechselt war, errichtet. Der Neubau stellte während der Weimarer Republik einen wichtigen Baustein der Expansion der Tierärztlichen Hochschule dar, die sich sowohl fachlich mit der Etablierung der Rinderheilkunde als auch baulich in das Gelände südlich des bisherigen Standorts am Misburger Damm (heute: Hans-Böckler-Allee) erweiterte. Mit der schlicht gehaltenen, klassizistische Vorbilder rezipierenden Architektur stellt das Gebäude ein Beispiel für konservative, traditionell orientierte Bauweisen dar, die in der Zeit der Weimarer Republik ebenso zum Spektrum des Neuen Bauens gehörten wie avantgardistischere Strömungen, die sich etwa in der nahe gelegenen Mensa der Tierärztlichen Hochschule widerspiegeln. Dabei weist die symmetrische, durch den Mittelrisalit pointierte baukörperliche Gliederung entlang des Bischofsholer Damms einen repräsentativen Gestus auf, der den gewachsenen Anspruch der erst zwischen 1910 und 1918 zur universitären Einrichtung erhobenen Hochschule nachzeichnet. Die Erhaltung der Klinik für Rinderkrankheiten liegt aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung durch ihren Schauwert für die Geschichte der Tierärztlichen Hochschule Hannover, als Zeugnis für die Strömung der traditionell orientierten Baukunst in der Baugeschichte der Weimarer Republik, sowie wegen der städtebaulichen Bedeutung durch ihre prägende Wirkung auf das Straßenbild und als elementarer Bestandteil der stadträumlichen Anlage des Klinikgeländes, im öffentlichen Interesse.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

