Wohnhaus
- Landkreis
- Stadt Oldenburg (Oldb) (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Oldenburg (Oldb), Stadt
- Gemeinde
- Oldenburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Oldenburg
- Adresse
- Gaststraße 18
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 1846
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 43cb062c-0e27-45d6-ba42-7399c0987e5b
- System-ID
- #61654926
- ADABweb-ID
- 37470010
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Zweigeschossiger Putzbau mit fünf Achsen unter Walmdach als Eckhaus zum Theaterwall. Auf der rechten Seite zurückgesetzter Vorbau, ehemals wohl unter Balkon, später ausgebaut. Eingang auf der linken Seite (Gaststraße) mittig, darüber Fenster mit begleitenden Blendfenstern. Moderne vierachsige Schleppgaupe. Putzgliederung: geschossteilende Bänder, Brüstungsbänder, Kranzgesims, Fensterrahmungen, Portalfeld mit Quaderung und flachem Dreiecksgiebel. Erbaut 1846.
- Denkmalbegründung
- Die Straße Theaterwall verläuft auf dem ehemaligen Befestigungswerk und wurde um 1842 ausgebaut. Die Stadtseite (gegenüber von den Wallanlagen und dem Theater) wurde in den 1840er Jahren mit fünf- und siebenachsigen Putzbauten unter Walmdächern bebaut, diese sind teils nachträglich umgebaut worden. Einige Lückenschließungen und Ersatzneubauten hatte es bereits im späten 19. Jahrhundert gegeben, vereinzelt in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Die südöstliche Seite des Theaterwalls ist dennoch im Wesentlichen von einer klassizistischen Bebauung geprägt. Das Wohnhaus Gaststraße 18 liegt als südliches Eckhaus zum Theaterwall etwa mittig des Straßenverlaufs. Die Gaststraße besaß zuvor einen Sackgassenabschluss durch ein Gebäude. Wahrscheinlich um 1819 wurde die Gaststraße zum Theaterwall hin geöffnet. Dabei entstanden Neubauten um 1843 und 1846, die dann das nordwestliche und südöstliche Eckhaus zum Theaterwall wurden. Der zweigeschossige, fünfachsige Massivbau Gaststraße 18 ist unterkellert und verputzt und fügt sich in seiner Architektursprache in die klassizistische Bebauung des südöstlichen Abschnitts der Straße Theaterwall ein. Die symmetrische Fensteranordnung und die fein profilierten Fensterrahmungen mit horizontalen Fensterverdachungen gliedern die Fassade. Ebenso die nicht profilierten, um die Ecke gezogenen Gesimse. Das mittige Eingangsportal auf der Nordwestseite ist mit einer flachen Dreiecksgiebelverdachung und einer darüberliegenden Drillingsfensterzone mit mittigem Fenster und begleitenden Blendfenstern gestaltet. Die Eingangstür ist zeitgenössisch und mit Oberlicht mit Sprossen ausgeführt. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts wurden einige Um- oder Erweiterungsbaumaßnahmen durchgeführt. Das Dachgeschoß unter dem Walmdach ist ausgebaut. Auf der südwestlichen Dachfläche zum Theaterwall hin wurde eine vierachsige Schleppgaube errichtet. Auf der Südostseite des Gebäudes befindet sich ein einachsiger, zurückversetzter und wohl nachträglich aufgestockter Vorbau mit modernen Ganzglasscheiben. Trotz einiger Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen fügt sich das Wohnhaus Gaststraße 18 in seiner Architektursprache beispielhaft in die klassizistische Bebauung des südöstlichen Abschnitts der Straße Theaterwall ein und wirkt prägend auf das Straßenbild. Das Wohnhaus ist ein beispielhafter Vertreter des klassizistischen städtebaulichen Bebauungskonzeptes für den Straßenzug. Die erhaltene Innenausstattung unterstreicht durch ihre Beispielhaftigkeit und den guten Überlieferungswert die geschichtlichen Bedeutung des Wohnhauses. Aus diesen Gründen liegt seine Erhaltung im Interesse der Öffentlichkeit.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61646383 | Häuserzeile (Baukomplex)
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

