Siedlung Liststadt
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Groß-Buchholz
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Groß-Buchholz
- Objekttyp
- Wohnsiedlung (Baukomplex)
- Personen
- Falke, Adolf (Architekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 43971857-75a8-4941-b345-a72415dec802
- System-ID
- #61261414
- ADABweb-ID
- 30592298
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Bauhaus-Stil Architektengeneration 1880
- Beschreibung
- Die Siedlung „Liststadt“ erstreckt sich südlich der Podbielskistraße zwischen Käthe-Kollwitz-Schule und Klingerstraße. Entlang der Podbielskistraße schließt eine nach Bauflucht und Höhe gestaffelte, im Wechsel vier- und sechsgeschossige Straßenfront die von rechtwinklig abgehenden dreigeschossigen Wohnblöcken gebildeten begrünten Höfe ab. Horizontale Fensterbänke betonen die lang gestaffelte Zeile, die durch die vertikalen Treppenhausfenster zusätzlich rhythmisiert wird. Die Zugänge zu den begrünten Hofflächen betonen mehrachsige, torartig überbaute Öffnungen innerhalb der zurückgesetzten Gebäudeteile, deren erhöhte obere Ateliergeschosse zur rhythmischen Gliederung der Straßenfront wesentlich beitragen. Durch die Durchfahrten gelangt man in die nach Süden zur Defreggerstraße offenen begrünten Höfe, die jeweils von dreigeschossigen Hauszeilen begrenzt werden. Auf der Südseite der Defreggerstraße sollte jeweils ein alleinstehendes viergeschossiges Wohnhaus den Blickpunkt der Innenhöfe bilden, von denen jedoch nur zwei ausgeführt wurden (Defreggerstraße 1 und 3). Nur etwa die Hälfte der geplanten Anlagen kam bis 1931 zur Ausführung.
- Denkmalbegründung
- Die Wohnsiedlung „Liststadt“ wurde 1929-31 nach Entwürfen des Hannoverschen Architekten Adolf Falke für die Baugesellschaft List-Stadt GmbH zwischen Podbielskistraße und Lenbachstraße errichtet. Man verfolgte mit ihr das hannoversche Stadterweiterungskonzept, in Anlehnung an die Hauptausfallstraße mit ihren Verkehrslinien zu einer Verdichtung der schon vorhandenen Baubereiche zu gelangen. Geplant war die Schaffung von 900 Zwei- bis Vierfamilienwohnungen, die jedoch nicht vollständig ausgeführt werden konnten. Im Vergleich zu anderen zeitgenössischen hannoverschen Wohnanlagen, die vorwiegend traditionalistische und expressionistische Architekturelemente zeigen oder die lokaltypische Klinkerverwendung aufweisen, nimmt die "Liststadt" mit ihren streng funktionalistisch gestalteten Putzbauten eine Sonderstellung ein und ist damit nicht nur von Bedeutung für die Siedlungs-, Stadtbau- und Sozialgeschichte Hannovers, sondern auch für die Bau- und Kunstgeschichte. Darüber hinaus liegt ihre Erhaltung auch als Werk des überregional bekannten Architekten Adolf Falke im öffentlichen Interesse. Zudem ist sie aufgrund ihres prägenden Einflusses auf das räumliche Gefüge der Podbielskistraße von städtebaulicher Bedeutung.
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

