Mauergärten
- Landkreis
- Region Hannover
- Gemeinde
- Hannover, Stadt
- Gemarkung
- Herrenhausen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Herrenhausen
- Adresse
- Herrenhäuser Straße 2
- Objekttyp
- Garten
- Baujahr
- um 1950
- Personen
- Wiepkinq-Jürgensmann, Heinrich
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- geschichtlich, künstlerisch, wissenschaftlich, städtebaulich
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 43076509
- Objekt-Nr.
- 6571
- Fachbereich
- Bau und Kunst
- Beschreibung
- Längsgestreckte Abfolge von sieben Gartenhöfen entlang des Burgweges, mit roter Backsteinmauer eingefriedet, Wände innen mit weißgeschlämmten Kratzbeton oder Kalkstein. Beschreibung der Gartenhöfe von Süd nach Nord: Die Gartenhöfe 1 und 2 haben die gleiche Grundfläche von 3x8 Metern und sind jeweils mit einem schmalen Wasserpflanzenbecken ausgestattet. Kletterpflanzen und kurze Pergolen prägen diese Räume. Der Gartenhof 3 ist 64qm groß, war zu zunächst als Rasenhof angelegt und wurde zu einem Staudenhof umgestaltet. Der Gartenhof 4 mit 100qm ist als Rasenhof angelegt. Gartenhof 5 mit Gartenhaus hat eine Grundfläche von 200qm. Er ist vielfältiger mit Stauden und kleineren Ziergehölzen gestaltet. Vor dem Gartenhaus befindet sich ein Wasserpflanzenbecken. Gartenhof 6 mit 400qm und großem Seerosenbecken und allseitig mit Rundholzpergola und Staudenpflanzung. Der siebte Gartenhof im Süden hat die gleiche Größe, wie der Gartenhof 6. Er ist überwiegend durch Gehölze und Stauden gestaltet. Ein Rundweg führt zu einer Sitzecke im Süden, darüber eine Pergola aus Stahl und Holz. Die Pergolen in den anderen Gartenhöfen haben eine Stein-Holz-Konstruktion. Die Eingänge befinden sich am Gartenhof 1, 6 und 7. Im Westen, außerhalb der Mauergärten wurden Wildstauden, Schmuckstauden und verschiedene Rosensorten und -arten zu Demonstrationszwecken angelegt.
- Denkmalbegründung
- Der Mauergärten entlang des Burgweges entstanden im Zuge des Baus des "Instituts für Landespflege, Landschafts- und Gartengestaltung" (heute: Fakultät für Architektur und Landschaft), das ab 1954 in Hannover eingerichtet wurde. An den Mauergärten besteht aus geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen und städtebaulichen Gründen ein öffentliches Interesse. Die geschichtliche Bedeutung ergibt sich aus den Zeugnis- und Schauwerten für die Baugeschichte und durch die beispielhafte Ausprägung klein- und großräumiger Gartenhöfe der 1950er Jahre. Sie können zu den wichtigsten gartenarchitektonischen Leistungen der 1950er Jahre in Hannover gezählt werden. Die Gartenhöfe 1-6 sind das Werk des Landschaftsarchitekten Heinrich Wiepking-Jürgensmann. Der Gartenhof 7 zählt zu den Werken seines Nachfolgers Werner Lendholt. Es bestehen künstlerische und handwerkliche Gestaltwerte von überregionaler Bedeutung, vor allem im Hinblick auf die Flächenknappheit des Wohnungsbaus, die erst später stattfand, ist hier ein bedeutender Weitblick vorhanden gewesen. Die Mauergärten, die zu Lehr- und Demonstrationszwecken angelegt wurden, haben wissenschaftliche Bedeutung mit Seltenheitswert und einen Beispielwert. Sie haben prägenden Einfluss als Element des räumlichen Gefüges der Gruppe baulicher Anlagen "Hochschule für Gartenbau und Landeskultur".
- Gruppen (ID | Typ | Beschreibung)
- 42124555 | Hochschulgebäude | Hochschule für Gartenbau und Landeskultur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- ADABweb
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