Feuerwache
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Südstadt
- Adresse
- Altenbekener Damm 4
- Objekttyp
- Feuerwache
- Baujahr
- 1937
- Personen
- Elkart, Karl
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 42599b6a-13d3-437d-8904-1aedcab50418
- System-ID
- #61700901
- ADABweb-ID
- 42703979
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Straßenbildprägender, viergeschossiger Baukörper unter flach geneigtem Walmdach, bildet den südlichen Flügelbau einer um einen beinahe quadratischen Hof gruppierten Anlage mit Zuwegung über die Altenbekener Damm im Südwesten. Der schlichte Backsteinbau mit etagenweise regelmäßigen Fensterformaten. Horizontale Betonung des Gebäudes durch Kranzgesims in Werkstein sowie geschosstrennend zwischen Erdgeschoss und erstem Obergeschoss. Die straßenbegleitende Südfassade mit drei gebündelt zusammenliegenden Einfahrtstoren für Feuerwehrwagen. Diese Tore werden flankiert von bauzeitlichen Fackel-Leuchten. Die westliche Stirnseite des Gebäudes wird als symmetrisch gestaltete Fassade mittig betont durch den einachsigen, hervorspringenden Treppenhausriegel. Über der Eingangstür gestaltetes Mauerwerk mit Backsteinziersetzungen. An der nordöstlichen Gebäudeecke siebengeschossiges Turmbauwerk (Schlauchturm), dessen Obergeschoss mit Rundfenstern. Dachfläche mit fünf regelmäßig angeordneten, kleinen Tonnengauben mit strahlenförmiger Fenstersprossenanordnung. Erbaut 1937 nach Entwurf von Stadtbaurat Karl Elkart.
- Denkmalbegründung
- Die Feuerwache 3 liegt direkt am Altenbekener Damm in der Südstadt von Hannover. Sie sticht städtebaulich an der Kreuzung Jordanstraße/ Altenbekener Damm straßen- und platzbildprägend hervor, nicht zuletzt durch den eingezogenen Turm an der nordöstlichen Gebäudeecke. Auch die schlichte und strenge Fassadengestaltung trägt zur Raum- und Straßenbildwirkung an dieser Stelle bei. Der in der Ornamentik reduzierte Baukörper entspricht ganz der um 1930 in diesem südlichen Abschnitt der Stresemannallee bis zum Altenbekener Damm ausgeführten Wohnsiedlungsbebauung. Den Entwurf für die Feuerwache lieferte Karl Elkart (1880-1959). Zuvor in Spandau und Berlin tätig, war Elkart bereits 1925 als Stadtbaurat nach Hannover berufen worden. In dieser Tätigkeit trieb er ein großzügiges Bau- und Entwicklungsprogramm für die Stadt voran, welches Maßnahmen zu öffentlichen Bauten, städtischen Grünanlagen sowie Maßnahmen mit verkehrs- und versorgungstechnischen Aspekten einschloss. In diesem Zusammenhang ist auch der Bau der Feuerwache in der Südstadt zu sehen. Publiziert wurde das Gebäude in der Zeitschrift für Baukunst und Städtebau 24/1940 anlässlich des 60. Geburtstages von Stadtbaurat Karl Elkart und wird darin als Beispiel einer ganzen Reihe großer öffentlicher Bauwerke und -projekte erwähnt – wie die Gartenstadt Kleefeld und die Volksschule Südstadt. Nicht unerwähnt darf jedoch Elkarts Mitgliedschaft in der NSDAP und seine maßgeblichen Beteiligung an den Verbrechen der Nationalsozialisten an der jüdischen Bevölkerung, u.a. durch die Einrichtung der sogenannten „Judenhäuser“, bleiben. An der Erhaltung der sehr gut überlieferten Feuerwache besteht aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung für die Stadtbaugeschichte sowie für die Bau- und Kunstgeschichte, als Spätwerk im Œuvre des Architekten und Stadtplaners Karl Elkart sowie aufgrund ihrer städtebaulichen Bedeutung wegen des prägenden Einflusses auf das Straßen- und Platzbild sowie das räumliche Gefüge der Straße ein öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61700903 | Vorgarten | Altenbekener Damm 4
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

