Stadtfriedhof Stöcken
Ansicht mit Teich von Süden (2023)
Südliche Heckenabteilung (2023)
Kriegsgräberstätte Erster Weltkrieg in Abt. 34 (2023)
Blick vom Hippodrom Richtung Teich (2023)
Eingangsbauten von Süden (2023)
Grabmal Rheinhold (2023)
Abteilung 34 (2023)
Grabmal Kopf am Südufer des Teichs (2023)
Brücke zur Urneninsel von Nordosten (2023)
Friedhof Stöcken: Abt 1 von NW.JPG (2012)
Hauptallee von Süden (2023)
Kriegsgräberstätte Zweiter Weltkrieg in Abt. 54 (2023)
Grabmal Julius Trip (2023)
Grabmal Wachsmuth (2023)
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Stöcken
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Stöcken
- Objekttyp
- Friedhofsanlage
- Personen
- Rowald, Paul (Architekt (m/w/d))
Trip, Julius (Gartenarchitekt (m/w/d))
Kube, Hermann (Gartenarchitekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 41622e3b-5c2c-491e-a721-261c1e5ab479
- System-ID
- #61261410
- ADABweb-ID
- 30592227
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Hannoversche-Stadtfriedhöfe
- Beschreibung
- Der Stöckener Friedhof erstreckt sich im Nordwesten Hannovers auf einer Fläche von 55 Hektar und ist 1891 als zweiter kommunaler Friedhof der Stadt eröffnet worden. Die erste, rund 23 Hektar große Anlage geht auf eine Planung des damaligen Stadtbaudirektors Paul Rowald zurück, der auch die repräsentativen Eingangsbauten mit Kapelle und Leichenhallen entwarf, die 1892 eingeweiht werden konnten. Westlich an die Leichenhalle anschließend, ist ein Teil der bauzeitlichen Einfriedungsmauer erhalten. Ein streng axiales Wegesystem, das parallel zur Stöckener Straße verläuft, bildete das Grundgerüst der neuen Begräbnisstätte mit ihrer zeittypischen strengen Hierarchie von aufwendigen, oft künstlerisch gestalteten Erbbegräbnissen an den Hauptachsen sowie Wahl- und Reihengräbern in den dahinter gelegenen Grabfeldern. Eine ursprünglich12 Meter breite und von einer zweireihigen Allee begleitete Hauptachse durchschneidet das Wegeraster exakt diagonal von der Kapelle am südlichen Haupteingang ausgehend in nördliche Richtung. Julius Trip, der spätere erste Gartendirektor Hannovers und seit 1890 Leiter der gerade neu gegründeten Städtischen Gartenverwaltung, übernahm die Ausgestaltung der Schmuckanlagen rund um die Eingangsbauten. Sein wesentlicher Anteil, der den Stöckener Friedhof bis heute prägt und so besonders macht, ist jedoch die erste Erweiterung des Begräbnisplatzes ab 1901: Trip plante einen weitläufigen Parkfriedhof, in dem ein künstlich angelegter Teich mit Urneninsel das wesentliche Gestaltungselement bildet. Da der Grundwasserstand im gesamten Erweiterungsbereich für Bestattungen zu hoch war, konnte durch den Bodenaushub des Teiches zugleich das Gelände aufgeschüttet und landschaftlich modelliert werden. Südlich an die von hohen Bäumen umstandene Wasserfläche schließt sich eine hippodromförmig angelegte Abteilung an. 1913-18 plante Stadtgartendirektor Hermann Kube die dritte Erweiterung des bestehenden Friedhofs nach Nordosten und orientierte sich dabei an den Grundideen des Reformfriedhofs. Er nahm die diagonale Hauptallee als Mittelachse und schuf mit seiner architektonischen Gestaltung eine nahezu symmetrische Anlage. Die einzelnen, von Hecken gerahmten Abteilungen sind geometrisch angeordnet, ihre ebenfalls häufig durch Hecken geformte Innengliederung erlaubte eine dichte Belegung. Hier befinden sich östlich des Teichs auch die beiden großen Kriegsgräberstätten mit den Soldatengräbern des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Aufrecht stehende Steinkreuze erinnern zudem an die vielen Menschen, die durch die Bombardierungen Hannovers ums Leben kamen. 1964/65 sind große Teile des Stöckener Friedhofs entsprechend einem Gutachten von Werner Lendholt umgestaltet worden. Ein anderes Verständnis von Gestaltung bewirkte in einigen Bereichen eine Abänderung der strengen Wegeachsen und die Aufhebung der platzartigen Erweiterungen an den Kreuzungen. Die Wegebreite wurde reduziert, die einst wassergebundenen Wege befestigt, Alleen und Hecken beseitigt und neue, maschinengerechte Grabraster entwickelt. Auf der Grundlage eines Parkpflegewerks von 1997 konnte ein Teil der verloren gegangenen Alleen und Heckenabteilungen entsprechend den historischen Vorbildern wieder hergestellt werden.
- Denkmalbegründung
- Der Stöckener Friedhof ist ab 1888 als zweiter großer Stadtfriedhof im Nordwesten Hannovers, an der Straße nach Nienburg und weit außerhalb der damaligen Stadtgrenzen, nach Plänen des Stadtbauinspektors Paul Rowald in streng axial-symmetrischen Formen angelegt worden, nachdem der 1864 eröffnete und schon mehrfach erweiterte Engesohder Friedhof voll belegt war. Die bereits 10 Jahre nach seiner Eröffnung nötige Erweiterung konnte als landschaftlich modellierter Parkfriedhof mit "Urneninsel" nach einem Entwurf des Stadtgartendirektors Julius Trip realisiert werden und ist in seiner konsequenten Ausführung und in seinem Erhaltungszustand ein für diese Zeit seltenes Beispiel. Hermann Kube, seit 1913 Stadtgartendirektor, legte seinen Plänen für die zweite Erweiterung eine stärker architektonische Gestaltung im Sinne der Reformfriedhöfe zugrunde und vervollkommnete den Friedhof zu einer nahezu symmetrischen Gesamtanlage, die in ihrem westlichen Teil von dem landschaftlich gestalteten Teil Trips umgeben ist. Einschließlich der Veränderungen der 1960er Jahre sind am Stöckener Friedhof die verschiedenen Gestaltungsvorstellungen, die allein zwischen den 1890er und den 1920er Jahre innerhalb der Gartenkunst vorherrschten, besonders gut ablesbar. Der Stöckener Friedhof ist nicht nur bedeutsam als Werk der wichtigsten Hannoverschen Bau- bzw. Stadtgartendirektoren des späten 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts Paul Rowald, Julius Trip, und Hermann Kube. Er ist auch von Bedeutung für die Orts-, Kultur- und Sozialgeschichte Hannovers. Eine besondere bau- und kunstgeschichtliche Bedeutung kommt sowohl den 1891-92 errichteten Eingangsbauten mit Kapelle und Leichenhallen als auch den erhaltenen, oft künstlerisch gestalteten Mausoleen, Einzelgrabmalen und Erbbegräbnissen zu. Die Kriegsgräberstätten sind zudem sowohl von orts- und nationalgeschichtlicher als auch von politischer Bedeutung. Mit seinem alten Baumbestand, dem Wegenetz und den noch erhaltenen strukturierenden Alleen und Hecken sowie der Vielzahl an orts- und personengeschichtlich sowie künstlerisch bedeutsamen Einzelgräbern und Erbbegräbnissen unterliegt der Stöckener Friedhof aus geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen und städtebaulichen Gründen einem öffentlichen Erhaltungsinteresse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61293077 | Friedhof | Stöckener Straße 68
61293088 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293089 | Tränke | Stöckener Straße 68
61293090 | Skulptur | Stöckener Straße 68
61293091 | Mausoleum | Stöckener Straße 68
61293112 | Bedürfnisanstalt | Stöckener Straße 66
61293113 | Teich | Stöckener Straße 68
61293114 | Kapelle (Bauwerk) | Stöckener Straße 68
61293115 | Einfriedung | Stöckener Straße 68
61293116 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293117 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293118 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293119 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293120 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293121 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293122 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293123 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293124 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293125 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293126 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293127 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293128 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293129 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293130 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293131 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293132 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293133 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293134 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293135 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293136 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293137 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293138 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293139 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293140 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61293141 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646027 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646028 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646029 | Grabmal | Stöckener Straße 68
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61646031 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646032 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646033 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646034 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646035 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646036 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646037 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646038 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646039 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646040 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646041 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646042 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646043 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646044 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646045 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646046 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646047 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646048 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646049 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646050 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646051 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646052 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646053 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646054 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646055 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646056 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646057 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646058 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646059 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646060 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646061 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646062 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646063 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646064 | Grabmal | Stöckener Straße 68
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61646068 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646069 | Grabmal | Stöckener Straße 68
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61646073 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646074 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646075 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646076 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646077 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646078 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646079 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646080 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646081 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646082 | Grabmal | Stöckener Straße 68
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61646095 | Grabmal | Stöckener Straße 68
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61646097 | Grabmal | Stöckener Straße 68
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61646105 | Grabmal | Stöckener Straße 68
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61646107 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646108 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646109 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646110 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646111 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646112 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646113 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646114 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646115 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646116 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646117 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646118 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646119 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646120 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646121 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646122 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646123 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646124 | Gedenkstein | Stöckener Straße 68
61646125 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646126 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646127 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646128 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646129 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646130 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646131 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646132 | Grabmal | Stöckener Straße 68
61646133 | Grabmal | Stöckener Straße 68
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro
Ansicht mit Teich von Süden (2023)
Südliche Heckenabteilung (2023)
Kriegsgräberstätte Erster Weltkrieg in Abt. 34 (2023)
Blick vom Hippodrom Richtung Teich (2023)
Eingangsbauten von Süden (2023)
Grabmal Rheinhold (2023)
Abteilung 34 (2023)
Grabmal Kopf am Südufer des Teichs (2023)
Brücke zur Urneninsel von Nordosten (2023)
Friedhof Stöcken: Abt 1 von NW.JPG (2012)
Hauptallee von Süden (2023)
Kriegsgräberstätte Zweiter Weltkrieg in Abt. 54 (2023)
Grabmal Julius Trip (2023)
Grabmal Wachsmuth (2023)

