Weißer Schwan
- Landkreis
- Peine
- Samtgemeinde
- Peine, Stadt
- Gemeinde
- Peine
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Peine
- Adresse
- Breite Straße 58
- Objekttyp
- Gasthaus
- Baujahr
- 1596
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 40e2fbf1-8850-419d-8b89-d224e4ae6a6a
- System-ID
- #61379994
- ADABweb-ID
- 31376405
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Fachwerkfarbigkeit
- Beschreibung
- Dreigeschossiges, traufständiges und teilunterkellertes Gasthaus mit Umspannstation unter Satteldach als Kehlbalkendach. Erd- und Zwischengeschoss der Nordfassade in Ständerbauweise. Das zweite Obergeschoss kragt an der straßenseitigen Traufwand und am südöstlichen Giebel über einer mit Zahnschnittmotiv verzierten Stockwerkschwelle aus, die Balkenköpfe werden von wulstig profilierten Knaggen gestützt. Das Renaissance-Fachwerkhaus wurde im ausgehenden 16. Jahrhundert, laut dendrologischen Untersuchungen in den Jahren 1596 bis 1604 errichtet. Das rückwärtige, langgezogene Nebengebäude wurde in Ziegelbauweise Ende des 19. Jahrhunderts errichtet.
- Denkmalbegründung
- Der „Weiße Schwan“ wurde laut dendrologischen Untersuchungen 1596 (d) als Gaststätte mit Umspannstation anstatt seines wohl bei einem Stadtbrand 1592 zerstörten Vorgängerbaus errichtet. Der stattliche Renaissancebau steht an städtebaulich exponierter Lage an der Breiten Straße. Ein seitliches Einfahrttor wurde um 1712 geschlossen, der ehemals mehrfach vorkragende Ostgiebel umgebaut. Um 1800 wurde auf der Ostseite des Gebäudes ein weiteres Fachwerkhaus angefügt, der ehemals hoch aufragende Giebel somit verbaut. Nach Abriss des Nebengebäudes steht das Fachwerkgebäude nach Osten wieder frei, der vorkragende Giebel wurde annähernd wiederhergestellt. Im Inneren haben sich haben sich kernbauzeitliche Türstellen mit Eselsrücken/ Kielbogen in situ sowie zahlreiche Malereibefunde erhalten, die behutsam restauriert wurden. An dem repräsentativen Fachwerkgebäude besteht aus ortsgeschichtlichen Gründen, aufgrund des Schauwertes für die Bau- und Kunstgeschichte, der Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, durch die beispielhafte Ausprägung eines Stils, aufgrund der künstlerischen Bedeutung der bauzeitlichen und historischen Malereibefunde sowie aus städtebaulich straßenbildprägenden Gründen ein öffentliches Erhaltungsinteresse.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

