Hof Hartke
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Fürstenau
- Gemeinde
- Fürstenau, Stadt
- Gemarkung
- Settrup
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Settrup
- Adresse
- Dorf 2
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- 1792
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 40a0fe90-5335-4c14-9fb7-16acbfeb7da7
- System-ID
- #61762599
- ADABweb-ID
- 52299322
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Stattliches Wohn-/Wirtschaftsgebäude, Zweiständerbau mit Unterrähmgefüge, Fachwerk mit Ziegelausmauerung, im Wohnteil teils massiv ersetzt, Wirtschafts- und Wohngiebel jeweils dreimal vorkragend, teils über profilierten Knaggen, Giebeldreieck teils mit Ziegelziersetzung, Satteldach, errichtet laut Inschrift 1792. Im Inneren Flettdielengrundriss mit Scherwand, Kammerfach mit Aufkammer sowie zwei übereinanderliegenden Kornböden.
- Denkmalbegründung
- Die Bauerschaft Settrup liegt am Rand einer Düne mit Esch in der Niederung zwischen Ahe im Süden und Reetbach im Norden. Südlich des Eschs befindet sich eine Gruppe von vier Vollerbenhöfen, welche später um drei Markkötter erweitert worden. Nördlich davon liegt ein Halberbenhöfepaar, welches nachträglich um sieben Markkötter erweitert worden ist, die wiederum den Wohnplatz Poggenort bilden. Im Osten befindet sich der Wohnplatz Welperort, der aus zwei Vollerben, einem Erbkötter und zwei Markköttern besteht. Der Hof Hartke ist einer der Vollerbenhöfe inmitten von Settrup und somit ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Siedlungsgeschichte. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde diese typische Streusiedlung erheblich verändert, vor allem durch die Anlage der Wohnplätze Neuenstadt und Neuenkamp nach dem Zweiten Weltkrieg. Parallel dazu verschwanden einige Höfe - am stärksten von dieser Entwicklung betroffen war der Wohnplatz Poggenort, in dem die Anlage der Schnapsfabrik Tebbenhoff das Siedlungsbild wie auch das bauliche Erscheinungsbild vollends überformt hat. Insgesamt hat sich die alte, historische Bausubstanz nur vereinzelt erhalten und wurde durch Neubauten der 1930er Jahre und Umbauten jüngerer Zeit, die vor allem viele Bauten des 18. Jahrhunderts betrafen, ersetzt. Das Wohn-/Wirtschaftsgebäude des Hofes Hartke ist eines der wenigen erhaltenen baulichen Zeugnisse des 18. Jahrhundert, welches relativ authentisch überliefert ist. Neben dem für die Haupthäuser dieser Gegend typischen verdoppelten Giebelschwellbalken weist das Objekt zudem noch die baukonstruktive Besonderheit des Aufsprungs im Kammerfach auf. Das ist ein Versprung in der Balkenlage, in der Decke zwischen Flett und Kammerfach, der in Verbindung mit dem Bedürfnis der Schaffung eines Kornbodens über den Wohnräumen des Kammerfach ab den 1730er Jahren entstanden ist - im Falle des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes des Hofes Hartke gibt es sogar zwei übereinanderliegende Kornböden. Diese Konstruktion findet sich bei ländlichen Gebäuden in der zweiten Hälfte des 18. und ersten Hälfte des 19. Jahrhundert häufig. An der Erhaltung des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes besteht daher aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Bau-, Siedlungs- und Wirtschafts- bzw. Agrargeschichte ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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