Hofanlage Krenning
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Dissen am Teutob.Wald,St.
- Gemeinde
- Erpen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Erpen
- Adresse
- Osnabrücker Straße 107 / 107A
- Objekttyp
- Hofanlage
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 3fcae0c4-3df0-49e5-9ea2-c24e6f9ada77
- System-ID
- #61530459
- ADABweb-ID
- 35319450
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Südlich der Osnabrücker Straße erstreckt sich die Hofanlage mit Wohn-/Wirtschaftsgebäude, dessen Substanz wohl noch ins 17. Jahrhundert zurückgeht, Wagenschauer und Scheune sowie ehemaligem Heuerhaus von 1833 im Norden.
- Denkmalbegründung
- Südöstlich an das Stadtgebiet von Dissen schließt die Gemarkung Erpen an. Topographisch und strukturell wird Erpen vor allem von Mischwald und Ackerland geprägt. Neben der verkehrstechnischen Erschließung durch die Bundesstraße und die Eisenbahnlinie, welche beide in Ost-West-Richtung verlaufen, wird die Gemarkung mittig von dem Mühlenbach als topographisch tiefster Punkt durchflossen. Dieser speiste neben einigen Mühlen auch verschiedene Teiche zur Fischzucht. Typisch für den ländlichen Bereich zeigt sich in Erpen eine Streusiedlung, die sich beidseitig der Hauptstraße und der Eisenbahnlinie sowie in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes und des Mühlenbaches leicht verdichtet. Neben einigen Hofanlagen mit historischer Substanz aus dem 18. Jahrhundert, sind die meisten älteren Hofanlagen durch Um- und Ausbauten sehr stark verändert wurden. Baukonstruktiv sowie hinsichtlich ihrer Materialität kommen in Erpen sowohl Fachwerkgebäude als auch Steinhäuser vor, während die Mehrzahl des Baubestandes durch verputzte Massivbauten gebildet wird. Als ältestes erhaltenes, profanes Bauwerk gilt derzeit das Haupthaus des Vollerbenhofes Krenning aus dem Jahr 1677 (i). Die Hofanlage ist geschlossen überkommen und beherbergt sogar das ehemalige Heuerhaus nördlich des Haupthofes. Das sogenannte Heuerlingswesen entwickelte sich im 17. Jahrhundert ausschließlich im nordwestdeutschen Raum und fand nach dem Zweiten Weltkrieg - in den 1960er Jahren - sein Ende. Dabei bekamen die sogenannten Heuerleute, häufig Landarbeiter oder Söhne des Bauern, die den Geschwistern das Hoferbe überlassen mussten, gegen Abgaben und Arbeitsleistung für den Bauern neben einem Wohnsitz, der sich unweit des Haupthofes befand, auch ein Stück Land zur Bewirtschaftung zur Verfügung gestellt. An der Erhaltung der Hofanlage besteht daher aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und aufgrund der städtebaulichen Bedeutung der einzelnen Bestandteile auf das räumliche Gefüge der Hofanlage ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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