Burg
- Landkreis
- Diepholz
- Samtgemeinde
- Schwaförden
- Gemeinde
- Ehrenburg
- Gemarkung
- Schmalförden
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Im Moore
- Objekttyp
- Burg
- Baujahr
- Mittelalter/Neuzeit
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 3ae6049b-08f7-4e99-858e-c467a34b475e
- System-ID
- #61070119
- ADABweb-ID
- 35609668
- Fachbereich
- Archäologie
- Denkmalthema
- Diepholz-Richtstaetten
- Beschreibung
- Die Ehrenburg besteht aus der nördlich gelegenen Hauptburg und der südlich anschließenden Vorburg, die im Westen und Norden noch von Moor umgeben werden. Diese reicht bis zur L 341 von der aus auch der Zugang zur Burganlage erfolgte. Im Vergleich mit dem Merianstich aus der 1.Hälfte 17.Jh. lässt sich die Anlage wie folgt beschreiben: Über den vom Kuhbach gespeisten Ringgraben wurde die Vorburg von Süden aus über eine Brücke betreten. An der südlichen Schmalseite der langgestreckten Vorburg stand ein Torhaus aus Fachwerk, an das ein Fachwerkgebäude an der Ostseite anschloss. Von beiden Gebäuden ist heute nichts mehr erhalten. Die Vorburg wurde im 19.Jh. planiert und parkartig mit Bäumen bepflanzt und zeigt lediglich noch den sie der Länge nach überquerendem Damm des Wegs zur Hauptburg. Sie misst 55 x 79 m und zeigt einen leicht unregelmäßigen rechteckigen Grundriss. Sie ist bis zu 3 m höher aufgeschüttet worden, als ihre Umgebung und weist ein fast halbkreisförmiges Querprofil auf. Der Wegedamm wird von zwei seichten Gräbchen begleitet. Von der Hauptburg wird die Vorburg durch einen nahezu verfüllten Graben getrennt. Das Tor zur Hauptburg liegt mittig in deren Südseite und ist noch gut erkennbar. Ein schmaler Durchgang führt heute zwischen den Schutthäufen der angrenzenden Gebäude in den noch erkennbaren Innenhof der einstigen Vierflügelanlage. Diese war nach Merian nicht ganz geschlossen, das Südwesteck wurde durch ein Stück Ringmauer gebildet. Der Südflügel beinhaltete das Tor mit Zugbrücke, an der Nordostecke schloss ein dreiviertelrunder Schalenturm an. Die Ostseite nahm ein Gebäude ein, genauso die Nordseite und den nördlichen Teil der Westseite. Am Nordwesteck stand ein weiterer dreiviertelrunder Schalenturm. Von diesen Gebäuden, die bis zum 1. OG gemauert waren, sind heute noch ausgeprägte Schutthügel erkennbar, die flankierenden Türme lassen sich als rundliche Ausbuchtungen noch im ALS erahnen. Der Nordflügel misst ca. 48 x 19 m und war damit das Hauptgebäude der Burg. Die Hauptburg misst 50 x 52 m und erhebt sich bis zu 2,3 m über die Umgebung. Der die ganze Anlage umgebende Wassergraben ist in Ansätzen noch erkennbar, im 19.Jh. wurde er größtenteils verfüllt und durch einen umlaufenden schmalen Entwässerungsgraben ersetzt. Der Kuhbach floss von Norden kommend direkt in den nördlichen Graben und verließ den Ringgraben wieder im Südosten. Heute bildet er den östlichen Graben. Das ganze Areal wird von einem Schleier aus Backsteinen und Mörtelbrocken überdeckt. Das einzig obertägig sichtbare Mauerfundament befindet sich knapp nördlich des Südwestecks im Versturzwall und besteht aus kleinen Feldsteinen. Die Ehrenburg war eine gegen das Niederstift Münster gerichtete Grenzburg der Grafen von Hoya. Laut Merian ist sie 1346 von den Grafen gegen die Mindener Bischöfe befestigt worden. 1427 wird sie erstmals ausdrücklich erwähnt. Während der Hildesheimer Stiftsfehde von 1519 bis 1523 wurde die Burg zerstört. Ab 1546 erfolgte der Ausbau als Grenzbefestigung gegen das Niederstift Münster. Im 30jährigen Krieg soll sie von den Kaiserlichen zerstört worden sein und war nach dem Krieg ruinös. Nach dem 30jährigen Krieg wurden die Befestigungen nicht mehr erneuert, die Reste der Gebäude wurde in neue Fachwerkbauten des Amtssitzes einbezogen. Die Burg verfiel dennoch in der Folgezeit, der Umzug des Amtssitzes in die 500 m entfernt gelegene Domäne bedeutete ihr Ende.
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

