Jagdschloss Göhrde
- Landkreis
- Lüchow-Dannenberg
- Samtgemeinde
- Elbtalaue
- Gemeinde
- Göhrde
- Gemarkung
- Dübbekold
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Göhrde
- Objekttyp
- Schlossanlage
- Personen
- Remy de la Fosse, Louis (La Fosse, Louis Remy de) (Architekt (m/w/d))
Laves, Georg Ludwig Friedrich (Architekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 3abf0076-9e28-4716-8533-b2b8df205312
- System-ID
- #61296236
- ADABweb-ID
- 30826684
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Das ehemalige Jagdschloss Göhrde wurde ab 1705 unter Kurfürst Georg Ludwig erbaut. Die ausgedehnte Anlage bestand ursprünglich aus dem Hauptschloss mit Corps de Logis und zwei Flügeln sowie zahlreichen Nebenbauten, von denen der ehemalige Marstall 1869 (nach Abriss des Schlosses 1826) unter Wilhelm I. zum neuen ,,Schloss" ausgebaut wurde. Erhalten sind auch die ehemalige Küche und die ehemalige Remise. Jenseits der Straße steht das alte Jagdhaus von 1652. Zur Denkmalgruppe gehören darüber hinaus zwei abseits liegende Torwärterhäuser, Ställe, ein Pavillon und die gesamte Grünanlage mit altem Baumbestand.
- Denkmalbegründung
- Die überaus großräumige Anlage des Jagdschlosses Göhrde wurde vom hannoverschen Kurfürsten Georg Ludwig zwischen 1706 und 1712 angelegt, um Jagden mit adeligen Gästen durchführen zu können. Der Vorgängerbau des von Remy de la Fosse ab 1706 errichteten großen dreiflügeligen Barock-Schlosses befindet sich bis heute auf dem Gelände - es handelt sich um ein Jagdhaus von 1652. Das große Schloss wurde dagegen 1826 abgetragen. Zahlreiche Nebengebäude wie Ställe, Wohnhäuser und der nachträglich 1869 zum neuen Schloss umgebaute königliche Marstall, der ebenfalls von Remy de la Fosse entworfen wurde, haben sich erhalten. Das ehemalige Prinzenhaus wurde ab 1837 durch den hannoverschen Hofarchitekten Georg Friedrich Laves für König Ernst August von Hannover umgebaut. Das Eigentum der Anlage ging 1871 an den Deutschen Kaiser, der einige Umbauten vornehmen kieß. Die Anreise der Hofgesellschaft zur Jagt erfolgte ab 1874 über den nahe gelegenen Bahnhof Göhrde. An der Erhaltung der geschichtsträchtigen Anlage mit allen ihren Bestandteilen besteht daher aufgrund der geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der hannoverschen Landesgeschichte und als Zeugnis- und Schauwert bedeutender Architekten sowie aufgrund ihrer städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf die Orts- und Schlossanlage Göhrde ein öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61299871 | Stall | Samtgemeinde Elbtalaue - Göhrde
61299895 | Allee | Samtgemeinde Elbtalaue - Göhrde
61299877 | Wohnhaus | Samtgemeinde Elbtalaue - Göhrde
61299878 | Wohnhaus | Samtgemeinde Elbtalaue - Göhrde
61299897 | Stall | König-Georg-Allee 5
61299868 | Pavillon (Bauwerk) | Kaiser-Wilhelm-Allee 8
61299872 | Wohnhaus | Kaiser-Wilhelm-Allee 6
61299873 | Jagdhaus | Kaiser-Wilhelm-Allee 12
61299894 | Grünanlage | Samtgemeinde Elbtalaue - Göhrde
61299886 | Remise | Kaiser-Wilhelm-Allee 6
61299893 | Denkmal | Samtgemeinde Elbtalaue - Göhrde
61299870 | Sommerhaus | Samtgemeinde Elbtalaue - Göhrde
61299869 | Jagdschloss | Kaiser-Wilhelm-Allee 4
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

