Hof Frese
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Glandorf
- Gemeinde
- Sudendorf
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Sudendorf
- Adresse
- Gut-Bohlen-Weg 2
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- 1802
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 3a342b47-4a66-417f-851e-aaaa69957619
- System-ID
- #61445514
- ADABweb-ID
- 34187871
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Inmitten der ehemaligen Hofanlage gelegenes Wohn-/Wirtschaftsgebäude, Hallenhaus als Vierständerbau, Fachwerk mit Ziegelausmauerung, Steilgiebel mit Gesimsvorkragung, Satteldach, errichtet 1802 (i). Innengerüst erhalten.
- Denkmalbegründung
- Die Gemarkung Sudendorf befindet sich südwestlich von Glandorf. Das Gebiet ist geprägt von flachem Acker-, Wiesen- und Weidenland. Typisch für den ländlichen Bereich sind die Streusiedlungen in den einzelnen Gemeinden. Auch in Sudendorf findet sich im nördlichen Bereich eine stärkere Streusiedlung, während im Süden nur vereinzelt historische Hofanlagen liegen. In die historische Bausubstanz wurde in den vergangenen Jahrzehnten häufig baulich eingegriffen. So weisen beispielsweise die Haupthäuser der Hofanlagen nicht selten Veränderungen bzw. Modernisierungen im Wohnteil auf, was den geänderten Wohnansprüchen der Bewohner geschuldet ist. Auch wenn die Bausubstanz größtenteils in ihrer Originalität beeinträchtigt ist, so gibt es doch noch einige, wenige Objekte, die im Kern in das 18. und frühe 19. Jahrhundert zurückgehen und relativ authentisch erhalten sind. Das Wohn-/Wirtschaftsgebäude zu Hof Frese ist ein solches Objekt. Es wurde wohl bereits 1802 errichtet und ist nahezu ohne Umbauten und Veränderungen, ohne größere Anpassungen an moderne Wohnverhältnisse erhalten geblieben, was seinen Dokumentationswert als eines der wichtigsten, anschaulichsten und beeindruckendsten Zeugnisse bäuerlicher Baukunst unterstreicht. Bei dem Haupthaus handelt es sich zudem um den ältesten Vierständerbau der Gemeinde Glandorf. In seinen Proportionen mit dem hohen Dach erinnert es noch an die älteren Zweiständerbauten. Jedoch wurde mit der feinprofilierten Gesimsgliederung eine eher moderne Formensprache bei der Giebelgestaltung gewählt. An der Erhaltung des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes besteht daher aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs-, Bau- und Wirtschafts- bzw. Agrargeschichte ein öffentliches Interesse. Der Aussage- und Zeugniswert des Objektes wird darüber hinaus durch seinen nahezu ungestörten Überlieferungszustand und durch seinen Beispielwert noch gesteigert.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

