Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Dissen am Teutob.Wald,St.
- Gemeinde
- Dissen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Dissen
- Adresse
- Dahauser Straße 50
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- um 1900
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 38b21a9e-f6eb-4b63-bad6-4584485a87f0
- System-ID
- #61533411
- ADABweb-ID
- 35471012
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Traufständiges Wohn-/Wirtschaftsgebäude, Fachwerk mit unverputzten massiven Außenwänden, Bruchstein mit verputzten Offnungsumrandungen, Ziegelentlastungsbögen, Satteldach, errichtet um 1900. Im Inneren Diele mit einfachen Fachwerkwänden, Flett als Flur ausgebildet, alte Türen, Scherwand mit alter Treppe zum Aufsprung.
- Denkmalbegründung
- Im Süden der Gemeinde Dissen a.Tb.W. liegt die gleichnamige Gemarkung, deren Südgrenze mit der niedersächsischen Landesgrenze identisch ist. Topographisch zeigt sich Dissen vielfältig: während im Norden Teile des Teutoburger Waldes mit bis zu 300 HM die Landschaft bewegt, wird der Süden vom Stadtgebiet von Dissen dominiert, welches von großen Acker- und Weideflächen umgeben ist. Die Haupterschließung erfolgt durch die Bundesstraße, welche im Stadtbereich die Gemarkung in Ost-West-Richtung durchquert. Von dieser führen einige Ausfallstraßen in den ländlichen Bereich der Gemarkung. Ebenfalls von Ost nach West verläuft die Eisenbahnlinie. Der ursprüngliche Siedlungskern befindet sich genau im Stadtzentrum von Dissen. Die ehemalige Siedlungsstruktur hat sich durch enorme Verdichtung erheblich verändert. Vor allem im Verlaufe der Industrialisierung kam es zur Ansiedlung von Industriebranchen und –betrieben unterschiedlicher Größe. Nördlich und östlich des Stadtgebietes sowie im äußersten Nordosten sind einige ältere Hofanlagen erhalten geblieben. Südöstlich sind zudem einige Wohn-/Wirtschaftsgebäude überkommen, zu denen auch das Gebäude in der Dahauser Straße 50 gehört. Es repräsentiert mit seinen massiven Außenmauern die jüngste Form des Niedersächsischen Hallenhauses, die vor allem seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts seine größte Ausbreitung erfuhr. Mit einer Erbauungszeit um 1900 ist dieses Gebäude somit ein wichtiges Dokument am Ende dieser regionalen und traditionellen Bauweise und darüber hinaus nahezu ungestört überliefert. In der Ausprägung der Bauaufgabe und -form beispielhaft für seine Zeit, besteht an der Erhaltung des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte sowie aufgrund seiner wissenschaftlichen Bedeutung wegen seines ungestörten Überlieferungszustandes, ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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