Torhaus; Rittergut Westerbrak
- Landkreis
- Holzminden
- Samtgemeinde
- Bodenwerder-Polle
- Gemeinde
- Kirchbrak
- Gemarkung
- Westerbrak
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Westerbrak
- Adresse
- Westerbrak 10 c
- Objekttyp
- Torhaus
- Baujahr
- um 1620 - 19.Jh.
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 383e7aeb-7ca1-4064-adc8-8ac25b6f3352
- System-ID
- #61246908
- ADABweb-ID
- 26799603
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- In die nordöstliche Ecke des eingefriedeten Wirtschaftshofes integriertes zweigeschossiges Fachwerkgebäude auf Bruchsteinsockel mit einer überwiegend massiven, verputzten Ostwand, die nach Norden als Strebepfeiler ausläuft. Das mit Sollingplatten gedeckte Satteldach ist im Osten abgewalmt und mit einem hohen Dachreiter versehen, der unter einer Welschen Haube zum Hof hin ein Uhrenzifferblatt zeigt und im Inneren mit einer Glocke ausgestattet ist. Hofseitig ist die Traufe bis zum Erdgeschoss heruntergezogen. Im Kern stammt das Gebäude vermutlich aus dem Ausbau des Gutes zwischen 1618 und 1625, ein Hinweis darauf könnte auch der in der Ostwand eingelassene Wappenstein der seit 1625 mit Heinrich Albrecht v. Grone verheirateten Brigitte Elisabeth v. Minnigerode sein, sofern er nicht später dorthin versetzt wurde. Die Bezeichnung Torhaus weist darauf hin, dass sich hier ursprünglich die Haupteinfahrt zum Gut befand, wie auf einer um 1776 entstandenen Skizze noch zu sehen ist, sie wurde später nach Süden an den heutigen Standort verlegt. Der Einbau der inschriftlich 1708 datierten Glocke ist begründet in dem Kauf der Dorfkapelle durch den Gutseigentümer im Jahr 1696. Die Kapelle befand sich in der nördlichen Blickachse der Lindenallee, wo heute das ehemalige Forsthaus von 1846 steht. Beim Kauf hatte die Familie v. Grone sich verpflichtet, im Falle des Abbruchs die Betglocke auch weiterhin schlagen zu lassen; ob der Dachreiter auf dem Torhaus erst um 1700 für die Anbringung der Glocke gebaut wurde oder bereits bestand, ist noch nicht geklärt. Die südliche Erweiterung unter dem verlängerten Dach entstand nach der Verlegung der Toreinfahrt, um das Gebäude als Schmiede zu nutzen. Später wurde es zu Wohnzwecken umgebaut.
- Denkmalbegründung
- An der Erhaltung des Torhauses besteht aufgrund des geschichtlichen Zeugnis- und Schauwertes sowie der städtebaulichen Bedeutung als wesentlich prägendes Element im räumlichen Gefüge der Gruppe baulicher Anlagen des Rittergutes Westerbrak ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61253159 | Gutshof
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

