Schulgebäude
- Landkreis
- Lüneburg
- Samtgemeinde
- Lüneburg, Hansestadt
- Gemeinde
- Lüneburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lüneburg
- Adresse
- Neue Sülze 29
- Objekttyp
- Schulgebäude
- Baujahr
- 1898
- Personen
- Kampf, Richard (Architekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Städtebauliche Bedeutung, Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 37fa11ad-2ef8-4447-b63c-8a7516b36e5c
- System-ID
- #61272346
- ADABweb-ID
- 30677181
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Hannoversche-Schule
- Beschreibung
- Traufständiger, zweigeschossiger Backsteinbau auf Souterrain; unter Satteldach in Ziegeldeckung. Mit parallelem rückwärtigem Trakt und einem traufständigen, seitlichen, neueren Erweiterungsbau von fünf Achsen. Der leicht vorgeschobene, straßenseitige Mittelrisalit des Altbaus wird durch einen Stufengiebel zu drei Bahnen, in denen sich Spitzbogenblenden mit Sechspässen im Kreis über Zwillingsbögen befinden, abgeschlossen. Geschossübergreifende Lisenen betonen die drei Staffeln. Die Traufen werden betont durch Zahnschnittfriese und eine gestufte, Zinnen imitierende Attika. Das Haupteingangsportal befindet sich seitlich und wird umrahmt von einem flachen, mehrfach profilierten Spitzbogen. Im Tympanon ist eine Darstellung des Lüneburger Wappens als rundes Glasmosaik eingepasst. Die Fassade wird deutlich belebt durch einen Wechsel von Formsteinen aus roten sowie grün und braun glasierten Ziegeln. Die hofseitige Traufseite ist bis auf die hohen Segmentbogenfenster schmucklos strukturiert. Errichtet 1898 als Schulgebäude nach Entwurf des Architekten und Lüneburger Stadtbaumeisters Richard Wilhelm Kampf. Ab 1902 wurde hier die landwirtschaftliche Kreiswinterschule untergebracht. Nach dem Ersten Weltkrieg diente das Gebäude als städtische Berufsschule und erhielt wohl 1938 den Erweiterungsbau nach Süden. Von 1967 bis 2012 Nutzung als Musikschule. Sanierung und Umbau zu Wohnzwecken 2016-2019.
- Denkmalbegründung
- Die Grundstücksparzelle war ursprünglich der westliche Abschnitt eines großen Patrizieranwesens An der Münze 7. Die Rückseite des Schulgebäudes bildet die westliche Begrenzung eines Innenhofes, der von der Straße An der Münze erschlossen wird. Die Gestaltung zeichnet sich durch den variantenreichen Einsatz von Backsteindekor in Form von verschiedenfarbigen Ziegeln, Steinsetzungen und Aufbauten aus. Die neugotische Formensprache und der aufwändig gestaltete Staffelgiebel weist auf eine Nähe zur Hannoverschen Schule und dokumentiert hier eine späthistoristische Bauphase gründerzeitlicher Schulbauarchitektur. Der Architekt Richard Wilhelm Kampf studierte bis 1882 an der Polytechnischen Schule bei Conrad Wilhelm Hase und übernahm 1890 das Amt des Stadtbaumeisters in Lüneburg. An der Erhaltung des Gebäudes besteht aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte, aufgrund seiner künstlerischen Bedeutung als Erlebniswert für überregional nicht alltägliche künstlerisch-handwerkliche Gestaltwerte, wie auch aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Straßenbild ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61261684 | Altstadt (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

