Gulfhaus
- Landkreis
- Leer
- Samtgemeinde
- Jümme
- Gemeinde
- Detern, Flecken
- Gemarkung
- Velde
- Adresse
- Alte Heerstraße 39
- Objekttyp
- Gulfhaus
- Baujahr
- 1913
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 36fcc2de-0267-4f08-80ac-0718e72d360b
- System-ID
- #61768855
- ADABweb-ID
- 53733725
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Gulfhaeuser
- Beschreibung
- Gulfhaus an der Ecke Alte Heerstraße und Am Warf, mit Wohnteil zur Alten Heerstraße ausgerichtet, Backsteinbau unter Satteldach; Wohnteil eineinhalbgeschossig, an der Giebelseite vierachsig, an den Traufseiten dreiachsig, über dem Erdgeschoss ein umlaufendes Zickzackfries mit geputzten Feldern, auf der Giebelseite in Frieshöhe vier Telleranker, im Bereich des Spitzbodens leicht vorspringendes Giebeldreieck in Fachwerk mit Backsteinausfachung, auf nördlicher Traufseite Eingangsnische mit Korbbogen, Tür mit seitlichen Fenstern und Oberlicht, im Dach Schleppgaube, ein weiterer Eingang an der Südseite zur vorspringenden Spülküche, Holzsprossenfenster im Erdgeschoss und im Obergeschoss an der Giebelseite hochrechteckig, Fenster an den Traufseiten des Obergeschosses, im Giebeldreieck und in der Gaube liegend rechteckig; am Wirtschaftsgiebel Dach im oberen Drittel abgewalmt, darüber kleines Giebeldreieck, an den Ortgängen und an der Traufe des Krüppelwalms Backsteinfries, links Tür, rechts Scheunentor, in der Mitte zwei Reihen von je drei Fenstern, rechts und links der Tür und rechts vom Tor kleinere Fenster, Fenster und Tür mit Stichbögen, Tor unter Korbbogen, Zieranker zwischen den Fensterreihen mit der Jahreszahl 1913, Binnenstruktur und umfangreiche Innenausstattung erhalten, erbaut 1913 (i). Die Binnenstruktur im Inneren und das Tragwerk des Gebäudes ist weitestgehend erhalten. Zur historischen Innenausstattung im Wohnteil gehören unter anderem die Innentüren, Holzböden, die Treppe und ein Kachelofen. Teilweise sind die alten Fassungen im Treppenhaus und in den Räumen enthalten. Die Ausstattung des Wirtschaftsteils mit Klinkerböden, Holzteilungen der Ställe, Trögen usw. geht ebenfalls überwiegend auf die Erbauungszeit zurück.
- Denkmalbegründung
- Detern ist eine Streusiedlung, die auf einem Geestrücken entstanden ist. Die Siedlung befindet sich östlich von Burg Stickhausen. Sie lag an einer alten Heerstraße zwischen Bremen und Groningen. Zudem war Detern Grenzort zum benachbarten, ehemaligen oldenburgischen Gebiet und mit der Detener Schanze Teil der Befestigungslinie Ostfrieslands. Der Ort wird 1409 in schriftlichen Quellen erwähnt, wobei der alte Glockenstuhl des Parallelmauertyps im Kern bereits Ende des 13. Jahrhunderts entstanden ist. 1598 erhielt der Ort das Marktrecht. Er war hauptsächlich vom Handwerk geprägt. Der Ortsteil Velde befindet sich zwischen dem alten Ortskern von Detern und der Burg Stickhausen und weist eine lockere, landwirtschaftlich geprägte Bebauung auf. Hierzu gehört das Gulfhaus an der Alten Heerstraße 39, welches 1913 anstelle einer alten abgebrochenen Scheune errichtet wurde. Es veranschaulicht durch seinen weitestgehend authentischen Erhaltungszustand die Architektur der Gulfhäuser des frühen 20. Jahrhunderts. Es dokumentiert die Ortsgeschichte Deterns und ist Zeugnis der hier weniger ausgeprägten Landwirtschaft. Mit dem markantem Wohngiebel prägt es maßgeblich das Straßenbild. Aus den oben genannten Gründen besteht an der Erhaltung des Gebäudes ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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