Drahtseilbrücke
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Hann. Münden, Stadt
- Gemeinde
- Münden
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Münden
- Objekttyp
- Brücke (Bauwerk)
- Baujahr
- 1898 - 1901
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Städtebauliche Bedeutung, Geschichtliche Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 363db099-45ef-4aeb-9d7a-c3e8dbb28c2d
- System-ID
- #61739408
- ADABweb-ID
- 46497313
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Drahtseil-Hängebrücke über die Fulda, vom Tanzwerder nach Alt-Münden. Steg aus Stahl-Fachwerk, teilweise genietet, teilweise geschweißt. Die 72 m lange Fußgängerbrücke hängt als Eisenkonstruktion an zwei Gittermastpylonen, die in 4,2 m über das Bodenniveau herausragende steinerne Pylonpfeiler mit mandelförmigem Grundriss über 4,2 m tief fundamentierten Massiven eingelassen sind. Die Gitterpylone erheben sich über einer Grundfläche von 1,9 x 1,7 m bis in 8,8 m Höhe zum Seilauflagepunkt; die in Gitterfachwerk ausgebildeten Pylonen vereinigen sich am oberen Ende, sodass in der Seitenansicht ein extrem spitzwinkliges, durch Kreuzverstrebungen verstärktes Dreieck die beiden 42 mm starken Drahtseile zu tragen scheint. Insgesamt sechs Kastenteile von 15 m, 13,5 m, 7,5 m, 13,5 m und 15 m Länge und 1,9 m Breite mit Brüstungen hängen mit 47 Vertikalseilen an den beiden Hauptseilen, die in 30 m von den beiden Pylonen ansetzenden Widerlagern eingelassen sind. Zusätzlichen Halt verleihen vier Windverstrebungsseile, die 8 m vom Pylon entfernt mit je zwei Drahtseilen in 14,6 m und 17,6 m Entfernung von den Pylonen an der Brücke ansetzen und die Schwingungen der Brücke zur Seite hin auf ein Minimum reduzieren. Die Eisenkonstruktion ist ein reiner Zweckbau und abgesehen vom Palmettenakroter auf den Pylonen ohne jeden Zierrat und Schmuck. 1898 genehmigte der Mündener Magistrat die Baupläne der Siegener Firma "Siegen-Lothringer Werke (vorm. H. Fölzer u. Söhne)". Erbaut 1898/1901, saniert 1980 mit Austausch großer Teile der Konstruktion.
- Denkmalbegründung
- Eine der letzten freischwebenden und nicht nachträglich unterstützten Hängebrücken des 19. Jahrhunderts überspannt in Hann. Münden die Fulda. 1898 errichtet, ist die Eisenkonstruktion ein reiner Zweckbau und abgesehen vom Palmettenakroter auf den Pylonen ohne jeden Zierrat und Schmuck. Die Brücke ist eines der letzten vergleichsweise unveränderten Beispiele dieses Hängebrückentypes in Deutschland, weswegen an ihrer Erhaltung aufgrund der geschichtlichens, wissenschaftlichen und städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse besteht.
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

