Gut Laer
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Melle, Stadt
- Gemeinde
- Laer
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Laer
- Adresse
- Altenmeller Straße 81
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- 1835
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 35c72abc-0a4c-4f41-a8f9-199bbec7b298
- System-ID
- #61534076
- ADABweb-ID
- 35535517
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Inmitten der ehemaligen Hofanlage gelegenes Wohn-/Wirtschaftsgebäude, hallenhausähnliches Raumgefüge, Kammerfach mit hohem Aufsprung und nachträglicher Erweiterung, Fachwerk mit verputzten Gefachen, nachträglich im Bereich des Wirtschaftsgiebels und einer Traufseite massiv ersetzt, Öffnungen dort mit Sandsteinumrandungen, Satteldach, errichtet 1835 (i).
- Denkmalbegründung
- Die Gemarkung Laer liegt südwestlich von Melle und ist durch eine leicht hügelige Landschaft geprägt. Im Süden gibt es höhere Erhebungen, im Osten durchfließt der Laerbach eine tiefere Ebene. Die ursprüngliche Besiedlung setzte sich aus vier Erben in Muldenlage zusammen, während das südlich gelegene Thiefeld bereits einem mittelalterlichen Ausbau zuzuordnen ist. Dieser Ausbau begünstigte auch die Anlage einer Streusiedlung mit weiteren fünf Erbenhöfen und Erbköttern. Diese alte Siedlungsstruktur ist in der Anlage von einigen Höfen in der Mitte und im östlichen Bereich von Laer erkennbar. Hierzu gehört auch das Gut Laer mit dem erhaltenen Wohn-/Wirtschaftsgebäude. Wie viele ehemalige Fachwerkgebäude in Laer wurden auch bei diesem Hallenhaus die Außenwände nachträglich teils massiv ersetzt und dadurch das ursprüngliche Erscheinungsbild teilweise verändert. Dennoch ist das Gebäude mit seiner Konstruktion ein wichtiges Dokument aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Mit dem Kammerfach mit Aufsprung zeigt sich hier eine Baukonstruktion, die für den ländlichen Bereich in der zweiten Hälfte des 18. und ersten Hälfte des 19. Jahrhundert typisch ist. Das ist ein Versprung in der Balkenlage, in der Decke zwischen Flett und Kammerfach, der in Verbindung mit dem Bedürfnis der Schaffung eines Kornbodens über den Wohnräumen des Kammerfachs ab den 1730er Jahren entstanden. An der Erhaltung des Wohn-/Wirtschaftsgebäude besteht daher aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs-, Bau- und Wirtschaftsgeschichte, ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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