Bebauung Kreuzstraße
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Artland
- Gemeinde
- Quakenbrück, Stadt
- Gemarkung
- Quakenbrück
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Quakenbrück
- Adresse
- Kreuzstraße 13
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- um 1800 - um 1950
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 358cce30-65b7-4aa7-b3df-34d6cbaed0d1
- System-ID
- #61742077
- ADABweb-ID
- 46711797
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Giebelständiges, eingeschossiges Wohnhaus, wohl Wandständerbau, Fachwerk mit Ziegelausmauerung, Satteldach mit Schleppgaupe westlich, errichtet wohl um 1800. Südgiebel nachträglich massiv ersetzt und verputzt, Geschossgesims und profilierte Segmentbogenfenster. Nordgiebel zweimal vorkragend, Giebeldreieck verbrettert. Nordöstliche Traufseite (Bereich Kammerfach) mit Anbau vom um 1900 rechtsseitig. Im Inneren wohl Flettdielengrundriss mit Kammerfach. Umbau um 1950.
- Denkmalbegründung
- Der Baubestand in der Stadt Quakenbrück ist geprägt von einem Konstruktions- und Formenreichtum, der eine 500 jährige Stadtgeschichte widerspiegelt. Anhand der baulichen Dokumente mit ihren Aussage- und Zeugniswerten können neben einer bauhistorischen Entwicklung auch stadtbaugeschichtliche, wirtschaftsgeschichtliche oder sozialgeschichtliche Aspekte aufgezeigt werden. So geben beispielsweise Konstruktions- und Schmuckformen Aufschluss über Kenntnis und Können der Handwerker, Grundriss und Größe eines Gebäudes zeugen zudem von den Bedürfnissen des Bauherrn sowie von den Nutzungsmöglichkeiten des Objektes. Im Gegensatz zu den älteren einstöckigen Giebelhäusern mit beidseitiger Kübbung war der Gebäudetypus des einstöckigen Giebelhauses ohne Kübbung variabler und in der Nutzung vielfältiger, weshalb diese Konstruktion für die Wohn- und Wirtschaftsgebäude vor allem im Stadtinneren in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis um 1850 gewählt wurde. Das Wohnhaus in der Kreuzstraße wurde um 1800, in der Haupterbauungsphase dieses Models neu errichtet. Bei diesen Gebäuden vom Typus eines niedersächsischen Hallenhauses tragen die hohen Außenwände das Dach, teils unterstützt durch das Innengerüst. Im Inneren ergibt sich der klassische Flettdielengrundriss mit Diele und Flett, welches sich zur Lucht ausweitete, die teils von abgetrennten Wohnräumen eingenommen wurde. Abgeschlossen wurde das Haus von dem quergelagerten Kammerfach mit Eckstube, Aufkammer und Mittelbereich zur hauswirtschaftlichen Nutzung. Dieses Grundmodel konnte mannigfaltig variiert werden, je nach Stellung und Erwerbstätigkeit des Eigentümers. Als Anpassung an das ursprüngliche Konstruktionsmodell - ob bauzeitliche oder nachträglich ist nicht geklärt - zeigt das Wohnhaus in der Kreuzstraße beispielsweise die Einrichtung einer Aufkammer in dem der offenen Lucht gegenüberliegendem Arm. Wo sonst eine Aufkammer bei diesem Gebäudetypus erhalten ist, nimmt sie stets im Kammerfach die Ecklage ein. An der Erhaltung des Objektes besteht daher aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Stadtbau-, Bau-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung wegen seines prägenden Einfluss auf das Straßenbild ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61742066 | Häuserzeile (Baukomplex)
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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