Kirche
- Landkreis
- Northeim
- Samtgemeinde
- Uslar, Stadt
- Gemeinde
- Fürstenhagen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Fürstenhagen
- Adresse
- Ahornallee/Am Sahlbach
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- 13.Jh.
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 34b147f8-b4ae-4e92-ab66-2bdd70ad00a4
- System-ID
- #61412006
- ADABweb-ID
- 33712426
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Rechteckiger Massivbau mit östlicher Fachwerkerweiterung auf hohem Bruchsteinsockel unter Satteldach in Sollingsteinplattendeckung und beschiefertem doppelgeschossigem Dachreiter über dem Westgiebel mit achteckigem Spitzhelm, freistehend, giebelständig, von der Ahornallee durch kleinen Kirchhof abgesetzt. Bruchsteinmauerwerk mit Eckquadern, spitzbogiges Portal im Norden, Fensterschlitz in der Westwand. Nach dem Dreißigjährigen Krieg Erweiterung um vier Gefache nach Osten, einfaches Fachwerkgefüge mit symmetrischer Fassade nach Osten. Das Innere wurde 1967 neu gestaltet; zur Ausstattung gehört ein Altarbild mit Kreuzigung von 1667.
- Denkmalbegründung
- Das Dorf Fürstenhagen wurde vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts als Rodungssiedlung im Bramwald von Waldarbeitern angelegt und 1470 erstmals urkundlich genannt. 1564 erhielt die nach Heisebeck eingepfarrte Kapelle auf Betreiben des Landdrosts Curd von Bardeleben einen eigenen Pfarrer. Der Kirchenbau gehört vermutlich zu den ältesten bekannten Vertretern des Typs Turmkirche. Bei einem Hochwasser um 1653 stark beschädigt, wurde er „von Grund auf wieder aufgerichtet“, wie es in Kirchenrechnungen heißt. Der massive Kernbau dürfte, reduziert um ein oder zwei Geschosse, bis heute erhalten geblieben sein. Ihm wurde 1654 (d) ein Chor aus Fachwerk anstelle einer (ergrabenen) Rundapsis angefügt. Der so vergrößerte Bau wurde 1654 (d) unter Dach gebracht. Der Balken mit der Datierung 1645 (i) am Westgiebel dokumentiert demnach Reparaturen nach Kriegszerstörungen und wurde in den Neubau, der kaum ein Jahrzehnt später durch eine Naturkatastrophe notwendig wurde, wiederverwendet. An der Erhaltung der Kirche besteht ein öffentliches Interesse wegen ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte und aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für Bau- und Kunstgeschichte und durch beispielhafte Ausprägung eines Gebäudetyps sowie wegen der städtebaulichen Bedeutung als Bauwerk von prägendem Einfluss auf das Ortsbild.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

