Hüburg bei Greene
- Landkreis
- Northeim
- Gemeinde
- Kreiensen
- Gemarkung
- Ippensen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Hühberg
- Objekttyp
- Burg
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 34819258
- Objekt-Nr.
- 1
- Fachbereich
- Archäologie
- Beschreibung
- Name: Hüburg bei Greene. Die Burganlage erstreckt sich über das gesamte Hochplateau mit einer Fläche von ca. 1,2 ha. Die N-S-Ausdehnung beträgt ca. 190 m, die Breite in O-W-Richtung liegt bei 60-80 m. An den Kanten zu den Steilhängen im O, N und W ist eine Befestigungsmauer aus Kalk- und Sandsteinen nachweisbar; im S grenzen 2 Abschnittwälle mit vorgelagerten Gräben die Anlage gegen den ansteigenden Bergrücken ab. Der äußere südl. Abschnittswall verläuft schwach bogenförmig und ist unregelmäßig aufgeworfen. L. ca. 80 m; Sohl-Br. 12-14 m; H. über umgebendem Gelände bis 1,5 m. Dem Wall ist eine Berme von ca. 3-4 m Br. und ein Graben von max. 10 m Br. und 1,5 m T. vorgelagert. In der Mitte sind Wall und Graben von einem neuzeitlichen Forstweg durchbrochen. Der innere Abschnittswall mit begleitendem Außengraben liegt ca. 20-30 m nördl. hiervon und reicht mit einer Gesamt-L. von ca. 120 m bis weit in den Westhang hinein. Dieser Wall scheint lt. K. Grote (1987, s. Lit.) zu einer älteren Wallbefestigung gehört zu haben, die im östl. Bereich zu einem späteren Zeitpunkt verstärkt wurde und in einer bogenförmigen Verlängerung in die westl. Kantenbefestigung übergeht. Sohl-Br. des Walles bis 15 m; H. bis 3 m; auf der Krone Reste einer ehemaligen Wehrmauer. Lt. K. Steinacker (1910, s. Lit.) trat hier im Jahre 1910 "ein mörtelloser, etwa 75 cm breiter, mauerartiger Kern auf der Wallkrone zutage". Diesem Wall ist ohne Berme ein Graben von ca. 10 m Br. und 2 m T. vorgelagert, der im O-Bereich ebenfalls von dem modernen Waldweg durchschnitten wird. Etwa in der Mitte der Westflanke der Hauptburg bilden die genannte Kantenmauer und ihre hier um ca. 5 m nach W verspringende nördl. Fortsetzung ein Tangentialtor mit einer Torgasse von 7-10 m L. bei 3-5 m Br., durch das im Mittelalter die Zuwegung zur Burg erfolgte (vgl. auch Plan bei Steinacker 1910, s. Lit.). Im Innenbereich des Burgplateaus sind als obertägige Befunde der erhöhte Umriss eines großen rechteckigen Gebäudes von 25 m L. (O-W) und 14 m Br., ein weiterer mutmaßlicher Gebäuderest ca. 40 m nördl. davon sowie eine O-W orientierte Reihe kleiner runder Eintiefungen von ca. 10 m Dm. und ca. 1 m T. erkennbar. In der äußersten NO-Ecke weist eine offensichtlich alte Lücke in der Kantenmauer auf einen weiteren Durchlass möglicherweise für einen Fußweg zur Leine hin. Reichsburg, vermutlich 10. bis frühes 12. Jh. Mit großer Wahrscheinlichkeit Vorgängerburg der ca. 1,4 km nordwestl. gelegenen Burg Greene (vgl. Gmkg. Greene, FStNr. 1). Es handelt sich um eine ottonische Burganlage. Otto II. schenkte 980 dem Reichsstift Gandersheim den Bann Greene, dessen Existenz eine Burg voraussetzt. Den Besitz des castrum Greene bestätigte 1039 Heinrich III. dem Reichsstift. Weitere Nachrichten gibt es nicht. Sie gilt als Vorläuferin der 1308 an anderer Stelle errichteten Burg Greene.
- Literatur
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- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
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