St. Pauli
- Landkreis
- Heidekreis
- Samtgemeinde
- Schwarmstedt [Sg]
- Gemeinde
- Gilten
- Gemarkung
- Gilten
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Gilten
- Adresse
- Kirchende
- Objekttyp
- Kirche (Bauwerk)
- Baujahr
- 1492
- bis
- 1849
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- geschichtlich, künstlerisch, städtebaulich
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 32778270
- Objekt-Nr.
- 80
- Fachbereich
- Bau und Kunst
- Beschreibung
- Die langgestreckte Saalkirche entstand in verschiedenen Jahrhunderten. Die ältesten Teile sind der im Kern aus dem 15. Jahrhundert stammende Westturm und die nördliche Sakristei, die 1492 gebaut wurde und mit ihrem Kreuzrippengewölbe bereits Teil eines Vorgängerbaus war. Der wuchtige Westturm besteht aus Raseneisenstein, die unteren Geschosse wurden 1518 (i) neu aufgeführt, das Obergeschoss wurde 1598 in Backstein erhöht, die hohe Pyramidenspitze in Kupferdeckung 1849 erneuert. Der langgestreckte, nach Osten polygonal abschließende Chor unter einem hohen Ziegeldach wurde 1595 neu aufgeführt (laut Inschrift auf dem Sandsteinepitaph durch Cordt v. Bothmer), auch er besteht aus Raseneisenstein. Das zwischen Sakristei, Turm und Chor liegende Kirchenschiff wurde 1766 über massivem Sockel in Fachwerk errichtet und mit einem ziegelgedeckten Satteldach geschlossen. Im Inneren besitzt die Kirche eine scheinbare Dreischiffigkeit durch doppelstöckige umlaufende Emporen von 1766 (i), die flach abschließen, während der Bereich dazwischen mit einer verputzten Holztonne überwölbt ist; aus derselben Zeit stammen auch das in den Ornamenten erhaltene Kieselmosaik des Fußbodens sowie die Kanzel; der Westturm war ursprünglich in großem Rundbogen zum Schiff geöffnet, hier ist in einer Nische in der Westwand eine verwaschene Kreuzigungsgruppe aus Stuck wohl des 15. Jahrhunderts erhalten.
- Denkmalbegründung
- Die evangelisch-lutherische Giltener Kirche St. Pauli steht in exponierter Lage am südwestlichen Ende des Dorfes auf einer Erhebung und hat damit einen orts- und landschaftbildprägenden Zeugniswert. Sie stammt im Kern noch aus dem Mittelalter und wurde mehrfach erneuert und erweitert, der letzte große Umbau war die Neuaufführung des barocken Kirchenschiffs in Fachwerk, das auch in der bauzeitlichen Innenausstattung gut überkommen ist. An der Erhaltung der Krche besteht aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für die Bau- und Kunstgeschichte, in künstlerischer Hinsicht wegen der bedeutenden Innenausstattung wie auch aufgrund ihrer städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse.
- Gruppen (ID | Typ | Beschreibung)
- 32686131 | Kirchenanlage (Baukomplex) | Kirche und Pfarrhof Gilten
- Weiterführende Links
- Denkmaltopographie Landkreis Soltau-Fallingbostel: Objektbeschreibung
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- ADABweb
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