Professorenhaus
- Landkreis
- Helmstedt
- Gemeinde
- Helmstedt, Stadt
- Gemarkung
- Helmstedt
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Helmstedt
- Adresse
- Kybitzstraße 25
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- 1694
- Personen
- Helwig, Michael
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- geschichtlich, künstlerisch, städtebaulich
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 32706252
- Objekt-Nr.
- 335
- Fachbereich
- Bau und Kunst
- Beschreibung
- Straßenseitig dreigeschossiger Fachwerkbau in Stockwerksbauweise auf ca. 0,50 m hohen ziegelverblendeten Kellersockel unter Satteldach in Ziegelpfannendeckung. Die Obergeschosse sind leicht vorkragend, mit einem als durchlaufendes profiliertes Gesims gestaltetem Gebälk. In den Brüstungsfeldern der Obergeschosse Andreaskreuze, im Erdgeschoss ehemals Fußstreben-Paare. Fachwerkgefüge durch Fenstervergrößerungen verändert; im zweiten Obergeschoss eine zugesetzte ehemalige Aufzugsluke. Ausfachung in gestrichener und teilweise verputzter Ziegelsetzung. Fenster und Tür um 1905 einheitlich mit Jugendstil-Holzrahmungen versehen. Von um 1905 auch das Einfahrtstor der später angefügten zweigeschossig überbauten Durchfahrt, die im Gefüge dem Hauptbau angeglichen wurde. Südwand des Hauptbaus in der Durchfahrt mit sehr breiten halben Mannfiguren, im massiven Teil Stein mit Inschrift. Rückwärtiges Fachwerk der Schauseite gleich, im Erdgeschoss verändert, spätere Fenstervergrößerungen, K-Streben im Fachwerk. Rückwärtig im rechten Winkel angefügter ehemaliger Erweiterungstrakt, jetzt teilweise abgerissen.
- Denkmalbegründung
- Das Fachwerkgebäude wurde 1694 als Wohnhaus für Prof. Dr. jur. Johannes Eisenhart errichtet, und bestand ursprünglich aus zwei Hausstellen. 1707-1726 befand sich das Haus im Besitz des Bildhauers Michael Helwig, der dort seine Werkstatt betrieb. Als Spezialist für Altäre, Grabmäler und Eptaphien in Stein und Holz gehört z. B. die bildhauerische Ausstattung des Klosters St. Ludgeri sowie die Skulptur des herzöglichen Grabes Lothar III im Kaiserdom in Königslutter zu seinem Oevre. 1902-1927 befand sich in dem Gebäudekomplex die Möbelfabrik des Tischlermeisters Wolter, zeitgleich zu den Jugendstil-Erweiterungen am Haus, 1906 befand sich hier auch eines der ersten Automobilschuppen der Stadt. An der Erhaltung des Professorenhauses besteht aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte Helmstedts, als Zeugnis- und Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte sowie Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, als für Helmstedt charakteristischer Gebäudetyp des Professorenhauses des 17. Jh., wie auch aufgrund der Personengeschichte Michael Helwigs, als berühmter regionaler Bildhauer des Barock, der künstlerischen Bedeutung für überregional nicht alltägliche künstlerische und handwerkliche Gestaltwerte sowie der städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Straßenbild ein öffentliches Interesse.
- Gruppen (ID | Typ | Beschreibung)
- 32632244 | Altstadt (Baukomplex) | Altstadtbereich Kybitzstraße
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- ADABweb
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