St. Georg
- Landkreis
- Helmstedt
- Samtgemeinde
- Heeseberg [Sg]
- Gemeinde
- Söllingen
- Gemarkung
- Wobeck
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Wobeck
- Adresse
- Berliner Straße
- Objekttyp
- Kirche (Bauwerk)
- Baujahr
- 13.Jahrhundert
- bis
- 1843
- Personen
- Helwig, Michael
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- geschichtlich, künstlerisch, städtebaulich
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 32680803
- Objekt-Nr.
- 75
- Fachbereich
- Bau und Kunst
- Beschreibung
- Rechteckiger Saalbau aus Natursteinmauerwerk unter Satteldach mit geradem Chorschluss und einem querrechteckigen Westturm. Südliche Vorhalle gleichzeitig Aufgang und Empore. Langhaus verputzt mit gefassten Rundbogenfenstern. Gebäudeecken durch Eckquaderungen im Lang-Kurz-Verband, Westturm im Erdgeschoss in Natursteinmauerwerk, der Turmschaft ist verputzt. Öffnungen in Form eines Westportals, Lichtfenstern sowie Schallarkaden im Glockengeschoss, teils in Werksteineinfassungen mit Biforium. Oberer Abschluss durch ein Walmdach in Ziegelpfannendeckung sowie einem hölzernen Dachreiter mit Wetterfahne. Im Inneren ein geschnitztes barockes Kanzelaltar von 1722, ein manierstisches Ölgemälde von 1613 sowie ein barocker Grabstein Anna von Mandelsloh.
- Denkmalbegründung
- Die St.-Georg-Kirche besitzt vielerlei Anteile der romanischen und gotischen Bauphasen, die im Kern im 13. Jh. errichtete Kirche wurde im Spätmittelalter ausgebaut. Ihre Ausstattung stammte aus dem 17. und 18. Jh., das geschnitzte Kanzelaltar wird dem Helmstädter Bildhauer Michael Helwig zugeschrieben. 1843 wurde die Kirche erneuert, ursprünglich hatte der Kirchturm wohl ein Satteldach. Das Kirchenpatronat lag im Mittelalter wechselhaft zwischen dem Kloster Riddagshausen und St. Lorenz, unter der Schmalkaldener Regierung wurde 1542 das Kloster Riddagshausen mit der Besetzung der Pfarre beauftragt. Unmittelbar nördlich des Klosterguts gelegen gehört die Kirche zum historischen Ortskern. An der Erhaltung der St.-Georg-Kirche besteht aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte sowie für Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, aufgrund ihrer künstlerischen Bedeutung für regional nicht alltägliche künstlerisch-handwerkliche Gestaltwerte, wie auch aufgrund ihrer städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Ortsbild ein öffentliches Interesse.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- ADABweb
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