Stadtbauamt
- Landkreis
- Lüneburg
- Gemeinde
- Lüneburg, Stadt
- Gemarkung
- Lüneburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lüneburg
- Adresse
- Neue Sülze 35
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 18.Jahrhundert
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- geschichtlich, städtebaulich
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 30652764
- Objekt-Nr.
- 185
- Fachbereich
- Bau und Kunst
- Beschreibung
- Zweigeschossiger Backsteinbau über Putzsockel unter Walmdach mit zwei rechtwinkligen Flügeln an der Waagestraße und Neue Sülze. Schlichte, kompakte Gestaltung mit einer regelmäßigen Reihung von Fensteröffnungen mit geraden Stürzen und einem geschosstrennenden Bandgesims. Die drei Südachsen mit einem außenpositionierten Nebeneingang sind leicht abgerückt, die vermutliche eine ursprüngliche Durchfahrt markieren. Der nördliche Trakt an der Waagestraße mit massivem Erdgeschoss ist im Obergeschoss als Fachwerkkonstruktion teilweise mit Doppelstützen ausgeführt. Darunter Kelleranlage mit Segmentbogentonnen. Die Haupterschließung erfolgt an der Neuen Sülze über ein Rundbogenportal mit Treppenpodest und durch eine zweiflügelige Barocktür, die nach Abbruch des Hauses Egersdorffstraße 1 transloziert wurde. Im Innern ist ein Stuckkamin erhalten, der durch die Jahreszahl „1764“ im Fries des Stuckgebälks datiert werden kann und durch ein Rokokodekor der Wappen der von Dassel und Friesendorff auf Lüneburger Familie weist. Errichtet als Um- und Neugestaltung von Vorgängerbauten zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts.
- Denkmalbegründung
- Der Gebäudekomplex auf einer Eckparzelle der Straßen Neue Sülze und Waagestraße nimmt eine städtebaulich markante Position ein durch die Lage am Rathaus, als südöstlicher Abschluss des Marienplatzes und im Kreuzungsbereich der Straßenzüge Neue Sülze, Auf dem Meere und Am Marienplatz.. Die Bebauung und die Zellenstruktur sind charakteristisch für patrizische Anwesen auf Großgrundstücken, das häufig mehrere Gebäude umfasste. Gerade die nahe dem Rathaus, westlich der Straße Neue Sülze und südlich der Waagestraße gelegenen Parzellen weisen eine ungewöhnliche Breite und Tiefe auf und waren vorwiegend den Patrizierfamilien vorbehalten. Der Gebäudezusammenhang tradiert anschaulich die mittelalterlichen Strukturen der Stadt. Die Parzelle Neue Sülze 35 bildet zeitweise mit dem Nebenhaus Neue Sülze 34 eine Hausstätte und befand sich schon 1447 im Besitz des Ratmanns Meinhard Töbing, dessen Familie zu den einflußreichsten der Stadt zu zählen ist und bis ins 18. Jahrhundert Eigentümer blieb, bevor sie 1763 an den Barmeister Johann von Dassel überging. 1919 erwarb die Stadt das Areal. Es folgten Um-und Anbauten für Büronutzungen. An der Erhaltung als Teil der Altstadt von Lüneburg besteht aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen ein öffentliches Interesse.
- Gruppen (ID | Typ | Beschreibung)
- 30598911 | Altstadt (Baukomplex) | Historische Altstadt Lüneburg
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- ADABweb
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