Matthäuskirche mit rahmender Bebauung
- Landkreis
- Region Hannover
- Gemeinde
- Hannover, Stadt
- Gemarkung
- List
- Orts-/Stadtteil/Lage
- List
- Objekttyp
- Kirchenanlage (Baukomplex)
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- geschichtlich, künstlerisch, städtebaulich
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 30591698
- Objekt-Nr.
- 96
- Fachbereich
- Baudenkmal Gruppe
- Beschreibung
- Dreieckiger Kirchplatz mit der 1905-06 erbauten und im Zweiten Weltkrieg teilzerstörten Matthäuskirche, deren Langhaus 1971-72 durch einen zwischen dem erhaltenen neugotischen Chor und dem hochaufragenden Turm erbauten Kirchsaal auf flächenartigem Grundriss in zeitgenössischer Form ersetzt wurde. Die Fassade besteht aus geschlossenen Ortbeton-Wandscheiben, das Dach wurde als Stahlbinderkonstruktion mit indirekter Lichtführung errichtet. Der neu geschaffene Eingang an der Wöhlerstraße bindet das Kirchenschiff an den Kirchturm an, der 2006-07 zur Schaffung eines Gemeindezentrums seitliche Anbauten erhielt. Im Westen wird der Kirchenbau von einer Reihe viergeschossiger, verputzter Wohnhäuser mit Natursteinsockel gerahmt, die um 1910 als halbrunde Platzrandbebauung errichtet wurden. .
- Denkmalbegründung
- Die neugotische Matthäuskirche wurde 1905-06 nach Plänen von Eduard Wendebourg auf noch freiem Felde nördlich der Siedlungsgebiete und östlich des Dorfes List erbaut. Der dreieckige Kirchplatz und die anliegenden Straßen waren Teil des Bebauungsplans des Lister Stadtfeldes, der 1897 aufgrund der rasant steigenden Bevölkerungszahlen aufgestellt worden war. Um 1910 ist die Matthäuskirche mit den viergeschossigen verputzten Mietwohnhäusern mit Natursteinsockel umbaut worden, die bis heute als großstädtische Kulisse den Kirchplatz nach Westen begrenzen. Die Kirche selbst ist im Zweiten Weltkrieg stark zerstört worden. Erhalten blieben der hoch aufragende Turm und der polygonale Chor. Beide verbindet seit 1972 ein neuer Kirchsaal, der nach Entwürfen der Architekten Klaus und Gudrun Vogel erbaut wurde. Ergänzt wurde der Kirchenbau in den Jahren 2006-07 durch Anbauten zur Schaffung eines Gemeindezentrums, die das Architekturbüro Woelk Wilkens aus Hannover entwarf. In der Entwicklungsgeschichte der niedersächsischen Sakralarchitektur nimmt der Kirchenbau mit seinen Außenfassaden aus Beton, der Positionierung zwischen den verbliebenen Teilen der historischen Kirche und der plastischen Gesamtformensprache des blockartigen Bauwerks eine Sonderstellung ein. In der Ausprägung der Bauaufgabe und -form beispielhaft und mit einem hohen Aussage- und Zeugniswert, besteht an der Erhaltung der Matthäuskirche und der umgebenden gründerzeitlichen Bebauung ein öffentliches Interesse. Darüber hinaus ist sie von Bedeutung für die Orts-, Siedlungs-, Stadtbau- und Sozialgeschichte der Stadt Hannover, zudem für die Bau- und Kunstgeschichte und als Werk lokal und überregional bekannter Künstler und Architekten. Die Kirche mit dreieckigem Kirchplatz und der rahmenden westlichen Wohnhausbebauung ist zudem aufgrund ihres prägenden Einflusses auf das Ortsbild und auf das räumliche Gefüge des Kirchplatzes von städtebaulichen Bedeutung.
- GruppenMitglieder (ID | Typ | Adresse)
- 30722465 | Wohnhaus | Hannover, Stadt - List - List - Wöhlerstraße 9
30722486 | Wohnhaus | Hannover, Stadt - List - List - Lister Kirchweg 30
30724588 | Wohnhaus | Hannover, Stadt - List - List - An der Lister Kirche 2
30726401 | Wohnhaus | Hannover, Stadt - List - List - An der Lister Kirche 1
44225511 | Kirche (Bauwerk) | Hannover, Stadt - List - List - Wöhlerstraße 13
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- ADABweb
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