Wohnhaus
- Landkreis
- Stadt Emden (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Emden, Stadt
- Gemeinde
- Twixlum
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Twixlum
- Adresse
- Ringgang 45
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 1867
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 2fae0a16-32eb-4224-912c-616d857c62c7
- System-ID
- #61739409
- ADABweb-ID
- 46497368
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Eingeschossiges Wohnhaus in Ziegelbauweise mit Krüppelwalmdach, wohl Ende des 18. Jahrhunderts errichtet. Der unmittelbar an der Straße stehende Nordwestgiebel mit nur einem Fenster im Dachgeschoss, nach Nordosten die Nachbarbebauung direkt anschließend. Die südwestliche Trauffassade fünfachsig mit Hauseingang und zu beiden Seiten jeweils zwei hochrechteckigen Fenstern, davor drei Kopflindenbäume stehend. Die rückseitige Giebelfassade mit zwei Fensterachsen, durch den erheblichen Geländeabfall zum Larrelter Tief auf hohem Sockelgeschoss, im Giebel ein Hausstein mit der Inschrift "H. I. FRIEDEN. A. G. MEIJER. 1867.", die Initialen auch in zwei Ziegelsteinen rechts neben der Hauseingangstür eingeritzt. Bauzeitliches Raumgefüge nachvollziehbar erhalten, Schornstein am rückseitigen Giebel zwischen den Fensterachsen mit außen am Krüppelwalm aufragenden Kaminkopf.
- Denkmalbegründung
- Das Wurtendorf Twixlum, seit 1972 ein Stadtteil von Emden, liegt westlich der Innenstadt in einer Schleife des Larrelter Tiefs. Auch durch Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg haben sich im Ortskern neben der ev.-ref. Kirche nur wenige historische Gebäude erhalten. Das östlich der Kirche stehende Wohnhaus am Ringgang 45 gibt im Hausstein die Jahreszahl 1867 sowie die Eigentümer Hedde Janssen Frieden sowie seine Ehefrau Albertje Garbrands Meijer an, wurde aber wohl schon Ende des 18. Jahrhunderts errichtet. Angenommen wird, dass es mit Ziegelsteinen aus dem Abbruch der ehemaligen Häuptlingsburg von Twixlum gebaut wurde. Die südwestliche Trauffassade ist annähernd achssymmetrisch aufgebaut und vermittelt mit den davor stehenden Kopflinden das regionaltypische Erscheinungsbild eines spätbarocken Wohnhauses im dörflichen Kontext. Durch die Lage am Rand der historischen Dorfwurt nahe dem Larrelter Tief zeigt das Grundstück einen erheblichen Geländeabfall, so dass nach Südosten zum Tief ein hohes, ursprünglich wohl als Stall genutztes Sockelgeschoss mit direktem Zugang vorhanden ist. Neben der baulichen Grundsubstanz und dem Dachtragwerk haben sich im Inneren die Raumstruktur, Teile der historischen Ausstattung und die im Erdgeschoss sichtbare Holzbalkendecke erhalten. Somit ist das Wohnhaus am Ringgang 45 aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes durch die beispielhafte Ausprägung des Gebäudetyps eines dörflichen Wohnhauses aus dem späten 18. Jahrhunderts von geschichtlicher Bedeutung. Weiterhin ist es als eines der wenigen erhaltenen historischen Gebäude auf der Dorfwurt von ortsgeschichtlicher Bedeutung und aufgrund der prägenden Wirkung für das Straßen- und Ortsbild von Twixlum von städtebaulicher Bedeutung. Aus diesen besonderen geschichtlichen und städtebaulichen Gründen liegt die Erhaltung im öffentlichen Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

