Lüner Klosterhof
Ostfassade (2023)
Ansicht Hauptportal von Osten (2023)
Nord- und Westfassade (2023)
West- und Südfassade (2024)
Ost- und Nordfassade (2023)
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Südansicht (2024)
- Landkreis
- Lüneburg
- Samtgemeinde
- Lüneburg, Hansestadt
- Gemeinde
- Lüneburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lüneburg
- Adresse
- Auf dem Kauf 9
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 1361 - 1730
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 2f52056b-04ab-4a0f-86cc-3f32f42f8b57
- System-ID
- #61265933
- ADABweb-ID
- 30650745
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Zur Straße Auf dem Kauf giebelständiger, dreigeschossiger Backsteinbau unter steilem ziegelgedecktem Satteldach, der sich mit einer Tiefe von ca. 33 Metern Traufseite entlang der Lüner Straße erstreckt. Im hohen Erdgeschoss Hauptportal mit Treppenanlage, flankiert von floral ornamentierten, massiven Wangen, und Spitzbogen mit profilierter Laibung, die beidseitig über sandsteinernen Wappentafeln endet. Fassadenaufbau durch Segmentbogenfenster in beiden Obergeschossen, mittige Ladeluke. Im Dreieckgiebel drei Reihen Spitzbogenblenden mit Segmentbogenfenstern. An der nördlichen Traufseite Rundbogeneingang und darüber im Dach Aufzugserker; in den Obergeschossen teils Segment-, teils Spitzbogenfenster. Die südliche Traufseite ebenso mit Reihen von Segment- und Spitzbogenfenstern oder -blenden strukturiert. Im Inneren bauzeitliche Befunde einer Kapelle. Mehrteilige Kelleranlage über die gesamte Gebäudefläche mit Kreuzgratgewölbe. Errichtet 1361 (d). Umbau 1730, aus dieser Zeit stammt die modulierte, hölzerne Eingangstür und der Rundbogeneingang an der nördlichen Traufseite.
- Denkmalbegründung
- Der markante Gebäudekomplex besteht aus dem gotischem Haupthaus mit südlich anschließender, spätbarocker Tordurchfahrt und rückwärtigem Lagergebäude sowie Remise (Nr. 9a). Der „Lüner Hof“ wurde 1282 erstmals erwähnt und ist als Niederlassung des Benediktiner-Nonnenklosters Lüne durch den 1356 erfolgten Erwerb des Grundstückes Auf dem Kauf (das ursprünglich den gesamten nördlichen Abschnitt des Baublocks zwischen Auf dem Kauf und Rotehahnstraße einnahm) belegt. Ehemals gehörten die Gebäude Lüner Straße 7 und 8, Rotehahnstraße 6 und Auf dem Kauf 10 und 11 zum Besitz. Der Stadthof des Klosters diente dem Handel, war Gästehaus und Zufluchtsort. Nach der Reformation und Verpachtungen war der Komplex ab 1704 gegen Erbzins in Besitz von Kaufleuten. 1730 erfolgte in diesem Kontext die repräsentative Umgestaltung der Hauptfassade, der Bau des Lagerhauses und der Remise. Die Funktion als Handelshaus blieb bis 1981 bestehen. An der Erhaltung des Gebäudes besteht wegen der geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung aufgrund des orts-, sozialgeschichtlichen und gebäudetypischen sowie orts- und anlagenbildprägenden Zeugniswerts und darüber hinaus als Teil der Altstadt von Lüneburg ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Ostfassade (2023)
Ansicht Hauptportal von Osten (2023)
Nord- und Westfassade (2023)
West- und Südfassade (2024)
Ost- und Nordfassade (2023)
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Südansicht (2024)

