Villa Levin
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Göttingen, Stadt
- Gemeinde
- Göttingen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Göttingen
- Objekttyp
- Villenanwesen
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 2e77ea6f-9658-4ae4-8a18-f8df8b42d5f1
- System-ID
- #61756444
- ADABweb-ID
- 50247613
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Zusammengehörige Villenanlage aus Hauptgebäude, Gärtnerhaus und Kutscherhaus im repräsentativen Burgenstil, wobei das letztegenannte Gebäude von Anfang an durch die Merkelstraße östlich abgetrennt liegt. Erbaut 1899-1901 für das Fabrikanten-Ehepaar Ferdinand und Marie Levin nach Plänen des Berliner Architekturbüros Grisebach & Dinklage. Im hangabwärts anschließenden, parkartigen Grundstück sind von der ehemaligen Parkgestaltung noch die Terrassierung und eine repräsentative Freitreppe erhalten. Der ehemals zum Park gehörige Teepavillon befindet sich jetzt auf dem westlich ausparzellierten Nachbargrundstück Hainholzweg 31. Die herrschaftliche Anmutung der Villenanlage in einer gestalteten Grünanlage wird wirkungsvoll unterstützt durch den südlich unmittelbar anschließenden Stadtpark ‚Schillerwiese‘, der ungefähr gleichzeitig mit der Villa Levin entstand. Die historische Einfriedung der Villa ist in der Nachkriegszeit verloren gegangen; die historische Einfriedung des Kutscherhaus-Nebengrundstücks ist erhalten.
- Denkmalbegründung
- An der Erhaltung der Gruppe ‚Villa Levin‘ besteht ein öffentliches Interesse. Die Anlage aus Villa, Kutscherhaus, Gärtnerhaus und Garten mit Freitreppe und Pavillon am Rand der etwa gleichzeitig angelegten Parkanlage ‚Schillerwiese‘ ist von ortsgeschichtlicher Bedeutung. Es besteht ein Zeugnis- und Schauwert für die Bau- und Kunstgeschichte durch beispielhafte Ausprägung des Villen-Typus im Burgenstil als Werk der Architekten Grisebach & Dinklage, die überregional bedeutend sind. Zeugnis- und Schauwert besteht auch für die Personengeschichte des Bauherren-Ehepaars Ferdinand und Marie Levin aus der örtlich bedeutenden Wollwarenfabrikanten-Familie Levin. Die Gruppe ist auch von künstlerischer Bedeutung wegen ihrer überregional bedeutenden künstlerischen Gestaltwerte. Schließlich liegt auch eine städtebauliche Bedeutung vor, da die Anlage einen prägenden Einfluss auf das Ortsbild von Göttingens Ostviertel und das Straßenbild ausübt.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

