Altstadtrathaus
- Landkreis
- Stadt Braunschweig (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Braunschweig, Stadt
- Gemeinde
- Innenstadt
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Braunschweig
- Adresse
- Altstadtmarkt 7
- Objekttyp
- Rathaus
- Baujahr
- 1302 - um 1450
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 2aa7d38c-4d78-4c1b-8646-859639b07831
- System-ID
- #61639509
- ADABweb-ID
- 37220943
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Zweigeschossiger Zweiflügelbau aus Bruch- und Werkstein mit Laubenvorbauten mit hochgotischem Maßwerk, die an den Laubenpfeilern mit Standbildern von sächsischen und welfischen Herrschern und ihren Frauen geschmückt sind. Die beiden Flügel stoßen rechtwinklig aufeinander, die jeweiligen Giebelseiten sind unterschiedlich gestaltet und werden durch einen Treppengiebel abgeschlossen. Während das Erdgeschoss des Südgiebels geschlossen ist, öffnen am Ostgiebel die Laubengänge das untere Geschoss vom Straßenraum aus. Ursprünglich waren die Hallen im Erdgeschoss teilweise offen. Das Altstadtrathaus dient heute Repräsentationszwecken der Stadt, das Erdgeschoss wird als Ausstellungsfläche für das Städtische Museum genutzt.
- Denkmalbegründung
- Korrespondierend zu der am Beginn des 13. Jahrhunderts noch um zwei Joche kürzeren Martinikirche wurde um 1250 wurde mit dem Bau des Westflügels des Rathauses begonnen. Als Antwort auf die im 14. Jahrhundert erfolgte Gotisierung der Kirche erhielt der Rathauswestflügel zwischen 1393 und 1396 die gotischen, zweigeschossigen Lauben, während gleichzeitig der Nordflügel angebaut wurde. Um 1450 hatte das Rathaus im Wesentlichen den baulichen Zustand erreicht, wie er sich bis heute erhalten hat. Das mittelalterliche Altstadtrathaus war lange Zeit Rathaus der Gesamtstadt und damit politisches Zentrum der städtischen Selbstverwaltung. In der großen Dornse, dem 1447 neu ausgestalteten Festraum im Obergeschoss, fand das Huldigungsritual statt, bei dem die Herzöge die städtischen Privilegien garantierten und ihnen vom Rat der fünf Weichbilde der Treueid geleistet wurde. Reichtum und Selbstbewusstsein der Stadt fanden ihren architektonischen Ausdruck vor allem in den mit Maß- und Stabwerk aufwendig gestalteten Lauben mit ihren Skulpturenschmuck. Das Altstadtrathaus gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Rathäusern in Deutschland. Es hat eine geschichtliche Bedeutung im Rahmen von Orts-, Siedlungs- und Stadtbaugeschichte und hat ferner baugeschichtlichen Zeugnis- sowie bautypologischen Schauwert. Die Ausführung als fassadensymmetrischer, gotischer Repräsentationsbau hat künstlerische Bedeutung als Erlebniswert für regional nicht alltägliche künstlerische und handwerkliche Gestaltwerte. Neben der städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Straßenbild und als Element des räumlichen Gefüges des Platzes hat das Rathaus wesentlichen Einfluss im räumlichen Gefüge der Bebauung des Altstadtmarkts, deren Kernstück es zusammen mit der gegenüberliegenden Martini-Kirche darstellt. Wegen dieser geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung liegt die Erhaltung im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61579218 | Marktplatz (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

